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scheu Figuren, Dreieck, Biereck u. s. w. bildet; oder ob mit Rücksichtdarauf, daß die musikalische Harmonie ein Zahlenverhältniß dar-stellt, in ähnlicher Weise auch der Mensch und so jedes Ding einsolches Verhältniß darstellen soll? Allein in welcher Weise sollendie Eigenschaften Zahlen sein, das Weiße, Süße, Warme u. s. w.?Es ist klar, daß die Zahlen nicht Substanzen sind, noch Ursachen derForm; denn der Begriff ist die Substanz, die Zahl geht aus etwasMaterielles. Z. B. Substanz des Fleisches oder Knochens ist dieZahl insofern, als dabei drei Theile Feuer und zwei Theile Erdesind; überhaupt bezieht sich jede Zahl immer ans etwas Bestimmtes,auf Feuer, Erde oder Einheiten. Die Substanz aber ist das Ver-hältniß, in welchem diese Quantität zu jener steht hinsichtlich derMischung; dieß ist aber nicht mehr Zahl, sondern Verhältniß derMischung von körperlichen oder irgendwie beschaffenen Zahlen. Alsoweder als hernorbringend ist die Zahl Ursache, (weder die Zahl über-haupt noch die einheitliche) — noch als Materie, noch als Begriff,noch als Form der Dinge; und endlich auch nicht als das Warum,als letzter Zweck.
Sechstes Kapitel.
Ueber die pythagoreische Zahlenallegorie.
Man könnte nun ferner fragen, worin denn das Gute bestehe,welches von den Zahlen Herkommen soll; wie es sich damit verhalte,daß die Mischung nach Zahlen bestimmt sein soll, theils nach geraden,theils nach ungeraden. In der That nemlich ist der Honigtrank umnichts gesünder, wenn er auch nach der Bestimmung 3X3 gemischtist, sondern er wird mehr nützen, wenn er ohne ein bestimmtes Ver-hältniß mit Wasser gemischt, als wenn er nach einem Zahlen-verhältniß ungemischt ist. Ferner beruhen die Mischungsverhält-nisse aus Addition der Zahlen, nicht aui Multiplication, man mußalso sagen, z. B. 3 -f- 2, nicht 3X2. Denn bei der Wulti-plication muß Eine und dieselbe Gattung zu Grund liegen; somuß man also die Reihe, in welcher stehen, messen durchdiejenige, in welcher OiW stehen, durch l), überhaupt Alles durch