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1435.10. Nov.
Herzog Ernst von Baiern schreibt seinem Vettern, Herzogen Haiuriehen , der Magenpuch unddessen Gesellen hätten nechten (am Micken) gar spät auf der Strasse, die von Wasserburg gen Mün-chen in sein Land gehe, 13 Wägen Geschirr, die mit Salz nach München fahren wollten, angehalten,auch Pferde und Leute weggeführt, wodurch er an seinen Zöllen und Mauten grossen Schaden erleide,indem die Strasse ganz verödet werde, und ersucht ihn dem Magenpuch ernstlich zu schaffen, Leuteund Pferde von Stund an ohne Eritgellniss frei zu geben, und sich vor. Wiederholung solchen Frevelszu hüten, da er’s nicht leiden werde. D. München, am Pfinlztag vor sand Marteins Tag, des Bi-schofes. (c. S.)
10. Nov.
Hanns Tanner, gewesener Büchsenmeister im Hofgesind Johannsens Herrns zu Abensberg quiltirtüber geschehene Vergütung seiner Dienste. G. an sand Marteins Abent. (c. S.) (B.)
13. Nov.
Mathes von Camer quittirt den Herzog Ernst von Baiern über von wegen dessen BrudersHerzogs Wilhalm sei. bezahlte 200 rheinische Gulden für 2 Jahressold und 2 geliehene rheinischeGulden um einen Spruchbrief gen dem Güssen. G. am Sontag nach h. Marteinslag. (c. S.) (B.)
14. Nov.
Herzog Ernst setzt Dyonissen Armansperger einen Rechttag unter Zusicherung sicheren Geleits.G. zu München an Montag nach Martini.
14. Nov.
Ludewig Graue zu Ötingen des römischen Kaisers Sigmund Hofmeister bekennt, die 1000 Gulden,welche ihm derselbe auf der jährlich an S. Martins-Tage von den Bürgern zu Nurmberg zu entrich-tenden Reichssteuer verschafft hat, für den letztvergangenen Martins-Tag erhalten zu haben. G. amMontag nach Marlins Tag. (c. S.) (F.)
14. Nov.
Conrat vom Stain zum Clingenstain verkauft dem Bischof Peter zu Augspurg und dessen Got-teshaus seinen Hof und alle seine Güter zu Wittislingen um 400 rein. Gulden. Mitsiegler: seine VetternBerchtolt und Hans vom Stain, Gebrüder, beide Ritter, Bentz und Eberhart vom Stain, Gebrüder, undConrat, Pauls und Aulbrecht vom Slain, auch alle drei Gebrüder. G. am nechsten Mentag nach sandMartins des hailigen Bischoffstage. (c. 8 S.) (S.)
16. Nov.
Sigmund Sehenck zu Geyern quiltirt dem Herzog Ernst in Bayrn Uber 80 Gulden rheinisch fürseine Dienst, die er dem Herzog Wilhalm sei. und dessen Gemahlin bisher gethan hat. G. desMitvvochens nach h. Marteinstag. (c. S.) (B.)
16. Nov.
Dyoniss Armansperger bittet den Herzog von Bayern den ihm auf sand Lucien Tag schirstkünftig gesetzten Rechltag, auf den zu warten ihm zu lang wäre, abzuändern und ihm einen kürzerenRechttag zu selzen und sicheres Geleit zu geben. G. zu Swaben an Mitwoch nach Martini, (c. S.) (B.)
17. Nov.
Magdalen Vlrichen des Stirels, Bürgers zu Regenspurg Tochter, welche in des Raths der StadtGefängniss gekommen, weil sie unter der Vormundschaft ihrer Stiefmutter der Agnes Behamin sich