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9 : (Continuationis V) (1841) 1360 - 1377
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13 7*.22. Juli.

Gebhart Negellein, Heinrich Lanzhutel und Hainrich Putzei zu Holenstain verpflichten sich,den Hainrich Negellein, welchen sie aus dem Gefängnisse zu Dietfurt genommen haben in wel-ches derselbe von wegen Thesares von Fraunhoven geltommen ist, bis kommenden Bartholo.meus Tag bey Vermeidung einer Strafe von 24 Pfund Pfenning in dieses Gefängniss wiederzu stellen. Siegler: Chunrad vom Praytenstain Pfleger zu Holenstain, und Ulreich der Stauffervon Puch. D. eod. d. (c. 2 S.)

23. Juli.

Otto de Suntham praepositus ecclesiae August, mandat decano in Giengen Leonhardumdictum Edelmann notarium ducis Friderici Bavariae ab eodem ad ecclesiam in Bechingen supe-riori praesentatum et a se investitum de eadem ecclesia, in corporalem ejusdem possessioneminducere. D. feria sexta ante festum St. Jacobi. (c. S.) ,

24. Juli.

Karl römischer Kaiser verordnet hinsichtlich der Münzwährung in Franken, dass ein Pfundguter Heller in gleichem Werthe mit einem guten Gulden seyn und von Jedermann bey Zah-lungen so angenommen werden soll. G. zu Sulzpach an Jacobs Abend. (c. S.)

2. Aug.

Die Herzoge von : Bayern, Stephan der ältere und seine Söhne, Stephan, Friedrich und Jo-hann bestätigen aller Pfaffheit die zu dem Erzbisthum Salzburg und dem Bisthum Chiemseegehört und in den Pflegen zu Ratenberg, Kuefstein und Kuetzpuechl gesessen ist, den Frey-heitsbrief Kaiser Ludwigs vom Jahre 13 22, wornach kein herzogl. Vogt in Bayern von derGeistlichen Gütern, Hofstätten, Widern und Widem-Leuten mehr als das alte Vogtrecht neh-men, und sie weder mit Steuern noch andern Diensten belästigen soll, und der Nachlass einesverstorbenen Geistlichen dahin zu kommen hat, wohin ihn der Geistliche verschaffe oder wo-hin er nach kirchlichen Rechten gehört. Dagegen sollen alle Dechante, Pfarrer und Vikare inden drei Gerichten und Herrschaften jährlich, bey Strafe von 1 Pfund Regensb. Pfening, nachKuefstein am nächsten Tag nach St. Markus des Evangelisten kommen, und daselbst einenJahrtag mit Vigil und Seelmesse halten. H. zu München dez nächsten Montags nach VinculaPetri, (c. t S.)

7. Aug.

Stephan der Elter, Stephan, Friedrich und Johann seine Söhne, Herzoge in Bayern ver-richten sich mit den alten und auch den neuen Prewen zu München, die ohne ihre Erlaubnishaimlich geprawet haben, und erlauben, da die vorhandenen Prewen, deren ein und zwanzigAmbt gewesen, weder der Stadt noch dem Land von grosser Meng wegen des Volks nichtGrawzzings genug geprawen mochten, dass hinfuran in München allermäniglich wen das ge-lüstet Grawzzing geprewen mag, unter der Bedingung dass die so über die alten und die neuenPrewen prewen will, das Prewamt von ihren Händen empfangen und jeder zu einer. Gedächt-niss ihnen fünf Gulden und dem Cantzier von dem Land, einen Gulden um die gewöhnlicheBrief den sie darüber empfangen, geben und jährlich zu Zins fünfzig Pfd. Pfg. entrichten sol-len. G. zu München an sand Afra tag.