Statamman ; der Statamman und der Raut sollen alle Mauzz und Mezz, es sient Mauss, Elen-mezz, Waugen und Yicrtal besehen, und die ein unreht Mauzz oder Mezz haben, büz/.en ; dieselb Euozz sol werden halb dem Goteshaus, halb der Stat; wäre dass einer Kouffreht häufleurpflihtz, und die nit empfieng von dem Goteshaus in Jahres Frist, sollen die Kouffreht demGoteshaus veruallen und ledig sein; versetzte oder verkaufte einer sein Kouffreht in Pfandes-weise, veruallen diese nicht, alle die weile er sie in seiner liant und Gewalt hat; war aber obdersclb der das Koufrcht in Pfandesweise verpfändet oder kauft hctt, und es in seine Gewaltund liant brachte, der sol es in Jahrsfrist enpfahen von dem Goteshaus. Geltschulden, welchedie Bürger zu Kempten au des Goteshauses Leuten zu vodern haben, sollen sie des erstenaischen an des Goteshauses Landamman; wäre dass der Landamman nit schliff dass die Schuldvssgericht werde inner den nächsten vierczehen Tagen , so miigen die Bürger darnach pfändenund nöten in der Stat oder davor, wenn sie wollen; es wäre dann dass diç_ angesprochnonlaugnelen, darum sollen sie aber den Klägern Rechls gehorsam sein ze tuen vor dem Statammanund vor dem Rat ze Kempten; täten sie dieses nicht, so mögen die Kläger aber wol pfenden ;die um Unzuht beklagt werden, soll man, wenn si sesshafte Leute sind, richten nach der StatRelit; die nit sesshaft sind, und dieBuzz, die sie verschuldet haben, nit zu geben haben noch ver-bürgen moegent, soll der Statamman dem Goteshause haimen ; ebenso die sesshaften die ihre Buzznit geben und verbürgen mögen; jeglicher Statamman zu Kempten sole aun Stiur sitzen; dazu sollendie Burger ihm von ihrer Statslinr järlich drei Pfund Pfenning Chostentzzer geben; wenn die Bürgervahent, den sie in den Stok noch in des Gebutels Hause nit legen wollen, den mögen sie wol legenin ihr Vancknuss warhin sie wollen ; was Schoepf oder Beink vor den Husern sint, sollen also bleiben;die Bürger mögen um ihr Gült pfenden und vff haben, ainer mit dem andern, ob er den Gebütel nitgehaben mag; die Bürger sollen keinen des Gotteshauses Aigenman ze Burger empfahen, auchkeinen des Goleshauses Zinsaer, er sitze dann haeblichen bei ihnen in der Stat; derselb Zinsaerist dem Goteshaus dehaims'Iloupptrechts gebunden zu geben, er sitze dann auf dem Kouffreht,sonst soll derselbe Zinsaer nit geben dann sinen rechten Val; das Goteshaus soll die dreiDorffdinck haben, als es von altes herkommen ist; das Münssarnpt ze Kempten ist des Gotes-hauses, und ein ieglich Münssmaister sol aun Stiur und aun Dienst sitzen; die Yclie umb das
Elenmess, den Raiffe, den Pfuntzoll und die Waug ist des Goleshauses, das diese Ampt miterbern Manen, die Bürger zu Kempten sind, besetzen soll; die Fleischmetzzi ist des Goteshau-ses; wer Mctzziguot oder Flaisch von der Haut hin git ist dem Goteshause verfallen; schliig einBürger sehs Swein oder darunder, und verkaufte davon, ist er dem Goteshaus einen Banbuchzu geben gebunden; war er dhain Burger, ist er dem Goteshaus ze geben gebunden die Rent,als ain Mezziger ; der Salzstadel ist des Gpteshauses, und wa man Salz, Ballen oder ander Gutin der Stat niederleit, davon soll man dem Goteshausc Lagerlon geben; die Salzstiur, der
Hüttenzoll von den Schuochstcrn, die Baenn und diu Stiur von den Bekken, die Bann von den
Weinschenken sind des Goteshauses, ebenso das Vierdendail des Ungelts in der Stat; alle Un-zuht- Fraeueln, Ilaimsuocliing, Totschlag, Fridebraech, Wunden und fiiszzend Wunden und alleFürvaeng sind des Gotteshauses, ferner Stoch und Galg ; welcher Burger seine Gut dem Goles-hause nit verzinset auf die Tag als sie ze Zins verschriben stand , sind die Gut dem Gottes-
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