auch noch einem andern. Z. B. es ist etwas, was jeder Dreiheit zu-kommt, aber auch dem, was nicht Dreiheit ist, wie z. B. das Seiendeder Dreiheit zukommt, aber auck dem, was nicht Zahl ist. Aber auchdas Ungerade kommt jeder Dreiheit zu und geht dabei noch über denUmfang der Dreiheit hinaus, sofern es ja auch der Fünfheit zukommt.Aber es geht nicht über die Gattung hinaus, denn die Fünfheit isteine Zahl, über die Zahl hinaus aber geht nichts Ungerades. Solchesmuß man nun so weit verfolgen, bis man genau so viele Bestimmun-gen gewonnen hat, daß jede einzelne davon einen weiteren Umfanghat, alle zusammen aber nicht, und damit hat man dann uolhwendigdas Wesen des Dings. Z. B. jeder Dreiheit kommt der Begriff derZahl zu, ferner das Ungerade, ferner das in beiden Beziehungen erste,nemlich daß sie nicht durch eine Zahl gemessen wird und daß sie nichtaus Zahlen zusammengesetzt ist '). Damit hat man nun eben dieDefinition der Dreiheit, sie ist eine ungerade, erste und zwar in dieserbestimmten Beziehung erste Zahl. Von diesen Bestimmungen kommendie einen auch den andern ungeraden Zahlen zu, die- letzte auch derZweiheit, alle zusammen aber keinem Andern. Nun haben wir obendargclegt, daß das, was in der Definition ausgesagt wird, nothwendigist, das Allgemeine aber nothwendig; bei der Dreiheit aber und wassonst noch so bestimmt wird, gehört das Genannte zur Definition, alsohaben wir damit das nothwendige Wesen der Dreiheit. Daß es aberdas Wesen ausdrückt, wird aus Folgendem klar. Hätte man mit dengegebenen Bestimmungen nicht den Begriff der Dreiheit, so müßte manetwa eine Gattung davon haben, eine besonders benannte oder einerbesondern Benennung entbehrende. Dies; müßte aber weiter sich er-strecken und nicht bloß der Dreiheit zukommen. Denn die Voraus-setzung ist ja, daß die Gattung von der Artist, daß sie sich der Potenznach weiter erstreckt. Kommt nun aber das Genannte nichts Anderemzu, sondern eben nur den einzelnen Dreiheiten, so hat man also damitden Begriff der Dreiheit. Denn auch dies; soll ja vorausgesetzt sein,daß das Wesen eines Dings eine solche letzte, auf das Einzelne zutref-fende Aussage ist. So wird also auch bei jedem beliebigen andern, ausdiese Weise nachgewieseneu Ding der Begriff des Dings gegeben sein.
>) Wobei die Einheit nicht als Zahl gerechnet ist,