nicht miteinander verwechselt werden können '). Wenn nemlich keinervon den Begriffen, welche in die Begriffsreihe gehören, ausge-sagt wird von einem der Begriffe, welche in die Begriffsreihe LLl?gehören, aber im ganzen 0 ist, welches letztere zur gleichen Be-griffsreihe gehört, so ist klar, daß L nicht in 0 sein wird, sonst wür-den die Begriffsreihcn sich verwechseln lassen. Ebenso auch, wenn llin einem andern ganz ist. Wenn aber keines von beiden in einen,ganzen Dritten ist und dem II nicht znkommt, so muß es noth-wendig unmittelbar nicht zukommen. Denn wenn ein Mittelbegriff daist, so muß nothwendig das eine von beiden in einem ganzen Drittensein. Der Schluß gehört dann entweder in die erste Figur oder in diezweite. Gehört er in die erste, so wird ll in einem ganzen Drittensein (denn der darauf gehende Vordersatz muß bejahend sein), wennaber in die zweite, das eine oder andere; man erhalt nemlich einenSchluß, wenn man den einen oder andern Vordersatz negativ faßt,aber keinen, wenn beide negativ sind.
So ist klar, daß es möglich ist, daß eines dem andern unmittel-bar nicht zukomme und wir haben gezeigt, in welchem Fall und inwelcher Weise es möglich ist.
Sechzehntes Kapitel.
Falsche Schlüsse in Beziehung auf unmittelbar geltende Sätze.
Ein Nichtwissen, welches nicht auf absoluter Negation, sondernauf einem bestimmten Verhalten beruht , ist der Jrrthum, welchervermittelst eines Schlusses entsteht, dieser aber ist bei demjenigen, wel-ches unmittelbar zukommt oder nicht zukommt, doppelter Art. Mankann nemlich im Jrrthum sein, wenn nan einfach annimmt, daß etwaseinem andern zukommt oder nicht zukommt , oder wenn man diese
') Unter Bcgrifssreihen, Systoichieen, versteht Aristoteles solche Begriffs, welcheeinander coordinirt sind und zu derselben Gattung gehören, wie oben unten, rechtslinks, gerad ungerad u. s. f.
2) Der Untersatz.
5) Wobei man etwas nicht gar nicht weiß, sondern im Jrrthum darüber ist.
Während das Gegentheil der Fall ist. Von dieser Art des JrrthumS istübrigens hier nicht eigentlich die Rede,
Aristoteles, Organon.
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