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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
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das andere ausgesagt wird, so hat man die dritte Figur. Denn dies,war die Stellung des Mittelbegriffs in den einzelnen Figuren. Ebensoist es, wenn die Vordersätze nicht allgemein sind; denn die Definitiv»des Mittelbegriffs ist dieselbe. Daraus sieht man, daß eine Ausein-andersetzung, worin nicht derselbe Begriff mehr als Einmal vorkommt,kein Schluß ist, denn man hat dann keinen Mittelbegriff. Da wirnun wissen, welche Aufgaben in jeder der drei Figuren gelöst werdenund wo das Allgemeine, wo das Besondere vorkommt, so ist klar, daßman nicht ans sämmtliche Figuren sehen darf, sondern bei jeder Auf-gabe nur aus diejenige, welche zu der Aufgabe gehört. Bei demjenigenaber, was in mehr als Einer Figur zu Staude kommt, müssen wirdie Figur erkennen durch die Stellung des Mittelbegriffs.

Drcimiddreißigstcs Kapitel.

Besondere Rücksicht ist zu nehmen auf den Umfang der Aussagen.

Ost also verfällt man bei den Schlüssen in eine Täuschung, weilman das Nothwendige nicht richtig saßt, wie oben gesagt, bisweilenaber auch wegen der Gleichartigkeit in der Stellung der Begriffe undauch diesen Punkt dürfen wir nicht außer Acht lassen. Z. B. wennausgesagt wird von Ik und 6 von 0; bei solchem Verhältniß der Be-griffe könnte man glauben, man habe einen Schluß; allein es ergibtsich daraus weder etwas Nothwendiges noch ein Schluß. Es sei nem-lich ^ immer sein, 6 denkbarer Aristomenes, 0 Aristome-nes. Es ist nun ganz richtig, daß ^ dem L zukommt, denn der denk-bare Aristomenes ist immer, und auch daß 6 dem 0 zukommt; dennAristomenes ist ein denkbarer Aristomenes. Aber ^ kommt nicht dem0 zu, denn Aristomenes ist vergänglich. Man erhält nemlich trotzdiesem Verhältniß der Begriffe keinen Schluß, man muß vielmehr denVordersatz allgemein fassen, dieß aber wäre falsch, wenn man nem-lich annähme, jeder denkbare Aristomenes sei immer, da doch Ari-stomenes vergänglich ist >). Oder ein anderes Beispiel: 6 sei

Der Fehler liegt darin, daß indenkbarer Aristomenes" das Attributrein denkbar gefaßt ist, oxx. dem natürlich seienden Aristomenes, während gesagtsein sollte: jeder denkbare Aristomenes, worin der rein denkbare und der alsnatürlich seiend gedachte inbegriffen wären.

Aristoteles, Organon.

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