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6. April.
Der Rat und die Bürger zu München versprechen dass sie, da die Herzoge Stephan und Lud-weig einstheils, und die Herzoge Ernst und Wilhalm andern theils die Stat München zu überwett aneinander gesetzt haben, im Falle die Herzoge Ernst und Wilhalm den Herzogen Stephan und Ludweigdem Ausspruche der Schiedleute nicht genug thun wollten bei den letzteren, oder falls diese denHerzogen Ernst und Wilhalm nicht genug thun, bei letzteren bleiben und ihr aigen sein ^vollen.G. an dem heiligen Osterabend. (Cop. B. XXXIII. 86.)
8. April.
Stephan Herzog in Bayern bekennt dass er Ulrich dem Holzheimer Bürgermeister in Passau,und Mautner zu Newnburg am Inn, 750 ungerische Gulden, und Stephan dem Westerburger Bürgerzu Passau 612 Pfund Wiener Pfenning schuldig ist für Wein, Kost und andere Nothdurft welche die-selben für ihn und seinen seligen Bruder Johann nach Landshut geliefert haben, und verschreibt jedemderselben auf der Salzmaut zu Wasserburg einen halben Pfenning von jeder Scheibe Salz welchenjeder so lange einnehmen soll, bis er befriedigt ist. G. zu Münichen am Montag in den Osterueyer-tagen. (c. Sig.)
12. April.
Gregori Erzbischof zu Salzburg bekennt dass ihm der Bischof Georg und das Capitel zu Passauwegen grosser Noth die Herrschaft und Veste Mattsee verkauft haben, jedoch mit Ausnahme der Lehen-schaft der Probstey der Kirche daselbst, und aller Rechte welche der Bischof und das Domkapitel inPassau zu Mattsee haben. G. zu Salzburg am freytag in der Osterwochen, (c. 2 Sig.)
14. April.
Georius episcopus Pataviensis capitulo ecclesiae Pataviensis parochiam in Syernickh incorporat.D. Potavie die 14. mensis aprilis.
V
Kaspar, Wilhalm, Lucas und Hans die Fraunberger von Fraunberg vertauschen ihr Wismat beyder Zagelmül an den Abt Lienhart und den Convent zu Weyhenstefen gegen den Hof zu Eybach,welcher diesem Kloster von ihrer Ahnfrau Kathrein der Fraunbergerin vermacht worden ist. G. desSuntags nach Ostern.
15. April.
Johann und Friedrich Burggrafen zu Nuremberg, dann Johann von Holienloch kommen dahinüberein dass ihre Streitigkeiten wegen des Kaufes der Burg Pirkenfels von 2 Schiedsmännern unddem Grafen Berchtold von Henneberg als Obmann entschieden werden sollen, G. am Montag nachQuasimodogeniti. (c. 2 Sig.)
17. April.
Wilhelm und Albreclit Herzoge zu Oesterreich nehmen die Bürger von Regenspurg in ihrenSchirm, so dass dieselben gegen Entrichtung der gewöhnlichen Maut- und Zoll-Gebühren mit ihrerKaufmannschaft gen Wien fahren und diese daselbst niederlegen können, nach Laut der Briefe welchedie Stadt Wien von der vorgenannten Herzoge Vorfahren hat. G. zu Wienn am Mitichen vor demSuntag Misericordia, (c. 2 Sig.)