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rung; wenn er indeß durch die Geilheit entkräftet ist, so überfällt ihnder Besiegte und bewältigt ihn oftmals. 2. Dns Männchen paartund das Weibchen läßt sich zuerst paaren, wenn sic ein Jahr alt sindH,so daß sie auch zeugen; nichtsdestoweniger in der Regel erst, wenn sieein Jahr acht Monate alt sind, nach übereinstimmender Annahme zu-meist, wenn sie zwei Jahre zählen^). Die Kuh trägt neun Monate,wirft aber im zehntens. Manche versichern indeß, daß sie auf denTag gerade zehn Monate trage. Was aber etwa vor der angegebenenZeit zu Tage tritt, ist eine Fehlgeburt und lebt selbst dann nicht, wenndie Geburt sich nur wenig verfrühte H; es kann aber nicht leben, dieHufe sind nämlich noch weich und unentwickelt. Meist wirft sie einJunges, selten zwei; sie wirft und paart sich, solange sie lebt °). 3^ DasWeibchen lebt in der Regel gegen fünfzehn Jahre, die Männchen aber,wenn sie verschnitten wurden H; manche leben sogar zwanzig Jahreund noch darüber, wenn sie sich bei guterLeibesbeschaffenhcit befinden^).Man richtet nämlich, gerade wie bei den Schafen, beim Rindvieh dieVerschnittenen ab und bestellt sie zu Führern der Rinder, und diese le-ben längere Zeit als die übrigen, weil sie nicht arbeiten H und lauteresFutter weiden In der Blüthe der Kraft steht es vor allem, wennes fünf Jahre alt ist; daher sagen auch manche, Homer habe recht ge-than, wenn er sage: „einen fünfjährigen Stier" ' 9 und „eines Ochsen
2) 6k. klin. bist. nat. VIII, 70 (nur von der Kuh, nicht vom Stiers;beides ist wohl zu früh angesetzt und scheint in Bezug auf List. an. V, 12, 7auch nur als seltene Ausnahme aufgeführt zu sein.
6) Meist mit 3 — 4 Jahren sind beide tüchtig zur Zucht.
ö) Die Kuh trägt gegen 285 (226 —335) Tage.
5) 6k. ?1in. bist. nat. VIII, 70.
6) Mit dem 10.—12. Jahre sind sie zur Zucht nicht mehr tauglich.
?) Das Verschneiden geschah in der Regel nicht vor dem zweiten Lebensjahre,ek. Varro äs r. rust. Il, 5; 6oIumsII. ä. r. rast. VI, 26; Mago empfahl jedochdie Operation schon früher vorzunehmen (6o1um. I. o.)
L- 6k. bist. an. VI. 19, 1.
2- T'k 7o ^ — der Stier wurde zu allerlei landwirthschaft-
lichen Arbeiten verwendet; das in dem eoää. fehlende ist ein nothwendigerZusatz, den schon Scaliger nach Albertus Magnus machte.
*0) Da sie im Voraufgehen das Beste vorwegfressen.
") 3om. II. II, 403; VII, 315; 0L. XIX. 420.