64
entgegengesetzt, die Weibchen hingegen harnen sämmtlich nachhinten; denn auch der weibliche Elephant, obgleich er die Schamunterhalb der Schenkel hat, thut dies, wie die übrigen. 5. DieRuthe ist aber mannigfach verschieden; einige haben nämlich eineknorplige und fleischige Ruthe, wie der Mensch; der fleischigeTheil schwillt nicht an, der knorplige aber hat die Fähigkeit an-zuschwellen ^); andere eine sehnige, wie die des Hirsches oder Ka-meeles, noch andere eine knochige, wie die des Fuchses, Wolfs,Iltisd), Wiesels"), denn auch das Wiesel hat eine knochigeRuthe " H. 6. Ferner hat der ausgewachsene Mensch kleinereOber- als Unterthcile , bei den übrigen Thiercn, soweit sieBlut führen, ist es umgekehrt; wir nennen aber Oberthcile dieTheile vom Kopf bis zu der Stelle, an welcher sich der Ausgangfür die Ercrementc bc findet, llntcrtheile die übrigen unter diesengelegenen. Bei denjenigen nun, welche Beine haben, sind dieHinterbeine, bei denen, welche keine haben, die Wirbel-, Feder-schwänze u. dergl. der untere Theil rücksichtlich der Größe. Soverhält cs sich nun bei den ausgewachsenen Thicren; währenddesWachsthums aber ist cs anders. Der Mensch hat nämlich, solange er jung ist, einen größern Ober- als Untcrtheil, mit demWachsthum aber wird es umgekehrt; darum hat auch der Menschallein, wenn er jung und wenn er erwachsen ist, nicht dieselbeOrtsbcwcgung, sondern kriecht im ersten KindeDaltcr vierbeinigumher. 7. Bei andern findet das Wachsthum gleichmäßig statt,
6) Vergl. Theile der Thiere S. 159, Aiim. 16.
d) (ok. Lisi. s,n. IX, 7, 5; ?1in. L. uat. XXIX, 16) ist unbestimmbar.
Weder auf das Frettchen (Llustola kuro I-inn.) noch die Voccamela (Illustsla LoeoLmelaLoeLst.) passen die Angaben.
lO) (ok. List. an. VI. 30, 2; VIII, 2 7, 2; IX, 2, 9 ; IX, 7. 4 u. 5;
xsn. an. Ul, 6) ist Llustsla vulxaris L!rxl. und orminsa, Uinn., die man wohl nichtunterschied.
") Ein os ponis haben die Affen, Fledermäuse, viele Nager, die meisten Naub-thiere, die Robben und Wallfische.
12) nicht die Ober- und Unterextremitä-
ten!!, sondern, wie sich schon durch Vergleichung mit äs pari. IV, 10 (Theile derThiere S. 152 —153) ergibt, der Rumpf im Gegensatz zu den Extremitä-ten, insbesondere den Hinteren, resp. unteren.