Druckschrift 
7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
127
Einzelbild herunterladen
 

127

brauchbare Fangarme Md den Wechsel der Farbe zeigt, welcherbei ihm, wie auch das Ausspritzen der Dinte, durch Schreck erfolgt '").Der Loligo lebt aber von diesen allein im hohen Meere. Die Sepiehat sonach statt dessen einen größer» und wegen seiner Große weiterabwärts ragenden Dintenbcutel; denn von einem größer» läßt sich jaleichter aus der Ferne vorwärts schlendern. Es entsteht aber, wie beiden Vögeln als Absatz die weiße, erdige Substanz bei den Epcre-menten, gerade so auch bei diesen die Dinte, weil sie keine Blase be-sitzen^"); es wird nämlich das Erdige in diese abgeschieden und beider Sepie am meisten, weil fie das meiste Erdige enthält. EinBeweis hiefür ist aber, daß sich das weiße Fischbein ^also ver-hält; dieses besitzt nämlich der Octopns gar nicht, die Loliginen aberhaben ein knorpliges und dünnes. Aus welcher Ursache einige es nichthaben, andere cs haben, und wie cs bei einem jeden von ihnen be-schaffen ist, das ist erörtert worden. Da sie aber blutlos und dcßhalbkalt und furchtsam sind, so ereignet cs sich bei diesen, daß, wie beimanchen, wenn sie erschrecken, Durchfall entsteht, bei andern dagegendie Ausscheidung aus der Blase stürzt, daß sie aus Furcht nothge-drungen die Flüssigkeit ergießen^), gleich wie diejenigen, aus einer

18) Vgl. unten IV, 9. Seine Arme sind stärker als die der Sepien.

id- Vgl. Anm. 5. zu II, 4.

2") Interessant ist hier die durchaus richtige Ansicht des Arist., daß dieweiße Masse ans de» Excrementcn der Vögel Harn ist. Diese Masse besteht inder That größtenthcilS ans reiner Harnsäure. Der Dintenbeutel und die Dintehabe» indes; mit Harnorgancn nichts zu ihn». Der Harn ist reich an .Harn-säure und diese sehr reich an Stickstoff; die Harnorgane scheiden also vor allemden nbcrflnsstgcn Stickstoff ans dem Körper ab; die Dinte ist hingegen reich anKohlenstoff, lleberdicß finden sich bei de» Cephalopoden eigenthümliche, drüsige,schwammige Organe um die beide» Hohlvcnen, und ragen rechts und links ineine besondere, neben dem Aster nach außen mundende Tasche (Harnblase) hinein.Sie sondern .Harnsäure ab.

2>- Das weiße Fischbein der Sepien los sepiac) ist eine breite, stäche bisconvexe, scharsrandige, locker blättrige, an ihrer Oberfläche mit Kalkschichtenbelegte Platte, welche am Nucken im Mantel liegt. Bei den Loliginen findetsich statt dessen ein dünnes, biegsames Blättchen lSchwerlknorpcl, xl-cilius) vonder Gestalt einer Feder, d. h. mit einem nach hinten spih zulaufenden Schaftund zwei dünnen Seitenflügeln; bei den Octopoden fehlt ein solches Gebilde,und es finden sich dafür zwei schmale Gräten in den Seitenflächen des Mantels-Vgl. Nroblomat. XXVII,.