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sich mit den Ausdrücken des Safts nicht aufhalten dürfen, denn sonstwürde ja das Wasser eindringen. Wenn man daher nicht etwa dasMaul herunterbiegt, so scheint in der That dieser Theil nicht vor-handen zu sein. Grätenartig ist aber diese Gegend; denn sie bestehtaus der Vereinigung der Kiemcnbögen, deren Natur grätenartig ist.Bei den Krokodilen wirkt aber einigermaßen zur Verkümmerung diesesTheiles die Unbeweglichkeit des Unterkiefers mit. Die Zunge ist näm-lich bei den Thieren dem Unterkiefer angcheftet; die Krokodile habenaber gewissermaßen umgekehrt den Oberkiefer unten, denn bei denübrigen Thieren ist der Oberkiefer unbeweglich. Nun haben aber dieThiere die Zunge nie am Oberkiefer, weil sie da dem Eingänge derNahrung im Wege stünde, sondern am untern. Und beim Krokodileist ja der untere gleichsam der verlegte Oberkiefer ^). Es kommt aberhinzu, daß es, obgleich ein Landthier, doch die Lebensweise der Fischeführt, so daß es auch darum diesen Theil unentwickelt haben muß.Bei vielen Fischen ist aber auch der Gaumen fleischig, bei einigen Fluß-fischen sogar sehr fleischig und weich, wie bei den sogenannten Cypri-nen 5), so daß es denjenigen, welche nicht genau Nachsehen, erscheint,als hätten sie dort die Zunge. Die Fische haben aber aus dem ange-gebenen Grunde zwar die Zunge entwickelt, aber nicht deutlich. Dajedoch der in der Flüssigkeit verthcilten Nahrung wegen die Empfindung
ö) Der sinnlose Sinn der ganzen etwas confusen Stelle ist der: AlleThiere haben die Zunge am beweglichen Unterkiefer, weil sie am Oberkiefer demVerschlucken der Speisen hinderlich sein würde; die Krokodile haben aber eigent-lich den Oberkiefer unten, am Oberkiefer darf aber aus dem genannten Grundedie Zunge nicht sitzen, darum blieb sie hier klein, damit sie die durch ihrenSitz veranlaßten Nachtheile durch ihre Kleinheit beseitige. — Daß übrigens beimKrokodil der Unterkiefer beweglich ist und nicht der obere, weiß setzt jeder.
5) ES befindet sich in der That bei den Cyprinen (besonders deutlich z. B.beim gewöhnlichen Karpfen) ein zwischen und unter den, ober» Schlundknoche»gelegenes, eigenthümlichcS, schwammiges, contractileS Organ, welches aus Muskel-fasern gebildet wird und namentlich vom nerrus glossoplmrxngeue zahlreicheAeste erhält, und wahrscheinlich als GeschmackSorgan dient. ES scheint über-haupt bei den Fischen der Geschmack mehr im Gauinen (was schon klin. Met.n»t. XI, 85 direkt behauptet) als in der meist kaum angedeuteten und dannüberdieß oft mit gähnen besetzten Zunge zu liegen, zumal der glo8e°pliarxnge»8,wenn er sich findet, seine Aeste großentheils zum Gaumen schickt.
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