Druckschrift 
2 (1844) Ober-Aegypten
Entstehung
Seite
350
Einzelbild herunterladen
 

350

wir fanden es wegen des größeren Luftzuges untereinem Palmbaum im Freien weit erträglicher als imZelte, wo die Luft so erstickend geworden war, daßman selbst beim Fächeln mit den stier üblichen klei-nen Fastnen aus buntgefärbtcm Strost die wieFliegcnklatschcn an ein kurzes Nostr befestigt und sestrpraktisch sind sich nur Backofenstitze zuwedelte.Beim Essen mußten wir, wie gestern, die Gläser fort-während in kaltes Wasser tauchen, denn eine Minutewar hinlänglich, sic, auf dem Tische im Zelte ste-hend , glühend heiß zu machen.

Die Tagcsbeschäftigung ist ziemlich einfach aufeiner solchen Reise, aber nicht ohne fremdartigenReiz, nur muß sie meistens kontemplativer Naturbleiben, denn selbst das Lesen ward bei dieser Tem-peratur eine penible Arbeit, und das Schreiben einewahre Last. Ich bedauerte jeden Tag schmerzlich,gerade hier keinen Sekrctair mit mir zu haben, denich doch sonst, gleich dem Prinzen Facardin, stetsmit mir zu führen Pflege. Das Individuum selbstaber, das mir für die Zukunft bestimmt ist, kann sich,sehr Glück dazu wünschen, nicht schon jetzt in Funk-tion zu sepn, denn sein Dienst, den ich bei seinem