Druckschrift 
2 (1844) Ober-Aegypten
Entstehung
Seite
151
Einzelbild herunterladen
 

151

Steinschichten in späterer Zeit reftaurirt, das Gesichtblieb aber gleich dem des andern Kolosses zerstört,oder ward cs seitdem von neuem. Der restaurirteTheil entbehrt jenen feinen polirten Stuck-Uebcrzug,mit dem die Acgyptier fast alle ihre Bildwerke ausSand- und Kalkstein, und oft auch die Gebäudeüberzogen, wie z. B. die enormen Flächen der Py-ramiden zu Dschisch cs ebenfalls waren, und dieSpitze der mittelsten es noch ist. Diese vortrefflicheMasse hat eine Dauer wie Stein und erscheint wiepolirt auch hier an den Kolossen noch überall da,wo keine Ergänzung oder gewaltsame Abschlagungstattfand. Die Throne, auf denen die Könige sitzen,sind prächtig verziert, mit kleineren Statuen an bei-den Seiten der Lehne, und einer noch kleineren, die zwi-schen den Füßen eines jeden Kolosses ihren Platz findet.Bilder und Hieroglyphen sind rund umher angebracht,doch alle mehr oder minder beschädigt. Daß der ergänztenördlich stehende Koloß die sogenannte Memnonssäuleist, welche den famosen Klang bei Sonnenaufgangvon sich gegeben haben soll, bescheinigen die griechi-schen und lateinischen Inschriften aus der Nömcrzeitauf seinen Füßen und dem Piedestal, wie auch das

»