125
sprach, erschien er mir immer ausgezeichnet; dembilligen Beobachter kann es aber keineswegs auf-fallen, daß derselbe Mann, sobald von Wissenschaftoder Kunst die Rede war, für die letzte wenig Sinnverrietst, und in Hinsicht auf die ersterc, aus Mangelan früsterem Unterricht, oft in die seltsamsten, jaunglaublichsten Jrrtstümer verfallen mußte. UnsereLeidenschaft, Antiquitäten und Kunstgegenftände auf-zusuchen, und unser Entzücken beim Anblick dieseralten Trümmer war istm ein unauflösbares Nätstsel.Noch weniger konnte ich istm begreiflich machen, daßman außer Feldbau, Nutzholzpflanzungen und einemGarten, auch Anlagen und ästhetische Verschönerungenzur Ausschmückung und künstlerischen Veredlung einerganzen Gegend, bloß zum Genuß für Auge undGeist unternehmen könne. Er frug immer nach demNutzen, der daraus erwachse, und wenn ich z. B.die pittoreske Form einer Felscnkettc, bei der wirvorbeikamcn, rühmte, bedauerte er, daß man sienicht bewässern, folglich auch nicht tragbar machenkönne, ja er lachte mich herzlich aus, als ich äußerte:man solle doch in der unmittelbaren Nähe Kahira's,das die von Ibrahim angelegten Promenaden jetzt