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2 (1844) Ober-Aegypten
Entstehung
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selbe Decenz und Anmuth fand ich auch in ihremübrigen Betragen. Doch verrieth sich einige Wochenspäter was ich hier gleich mit cinschaltcn willdas sklavische (man konnte auch sagen das weibliche)Princip deutlich bei ihr, denn meine zu schmeichelndeBehandlung machte sie schnell übermüthig und lau-nisch. Ueberdem ennuyirte es das hübsche Kindnicht mit Unrecht, mit Niemanden sprechen zu kön-nen, da weder ich, noch ein Andrer ihre Spracheverstanden, wozu cs auch nicht ergötzlich war, nachtürkischer Manier stets cingespcrrt zu bleiben, undnur täglich tief verschleiert am Abend eine Viertel-stunde am Ufer spazieren gehen zu dürfen. Allesdies war nicht meine Schuld, und auch mit dembesten Willen hier nicht abzuändern; demohngcachtetwollte sic es mir entgelten lassen, und ward endlichbei aller ursprünglichen »entlenes« ihres Charakters,gleich einem verzognen Hündchen, oft ganz unleidlichmürrisch, gebieterisch und so wetterwendisch, daß ichviel Noth mit ihr vorauszusehen anfing. Die Men-schen haben aber alle gar viel von den Thiercn ansich, und die Wilden stehen ihnen natürlich noch nä-her. Dies nahm ich in Betrachtung, und beschloß