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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Anmerkungen.

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gethan. Unmittelbar darauf folgten Hinrichtungen mit den Waffen oder auch ohneWaffen ergriffener Opfer, oft ganz unschuldiger Leute.Auf dem Stadthause erschoßman sogar Gefangene, die bereits vor dem Aufstand dorthin gebracht worden waren,Andere warf man in die Seine und sendete ihnen Kugeln nach. Eben so erschoß maneinen Menschen, weil man Geld bei ihm fand. Noch Andere wurden, natürlich immerohne Beweise, als Spione erschossen. Aber dieß sind nicht die ärgsten Beulen amKörper der französischen Gesellschaft. Tausende leben in Paris, welche die Sieger an-klagen, die Gefangenen, nachdem sie aus den Kerkern gezogen worden, auf dem Mars-felde, in den Bollwerken und anderwärts in Masse erschossen zu haben". Die Art wieman in den ersten Tagen die vielen tausend Gefangenen nnterbrachte, war mitunterschauderhaft. Etwa 1200 wurdenin dem engen Gewölbe des Tnileriengartens, dasnur nach einer Seite hin kleine runde von Glas bedeckte Luftlöcher hat", eingesperrt;viele wurden wahnsinnig. In den Kellern des Stadthauses an der Seine wateten dieGefangenenin einem Sumpfe von Schmutz und Blut". Die Katakomben der Festungs-werke von Jvry nahmen 860 Menschen auf;als ihnen nach viertägigem unterirdischenAufenthalte am 1. Juli endlich die Casematten zu- Gefängnissen gegeben wurden, fehl-ten drei; man erinnerte sich, einige Verzweifelte um den in den Casematten befindlichenBrunnen hernmschleichen gesehen zu haben", vr. F. S. Bamberg, Geschichte dcrFebrnar-Revolution ic. (Braunschweig, George Wcstermann, 1848) S. 472479.Nach derOn^ette ckos Nribunaux" vom 14. Oktober wurden in der Zeit vom 6.Angnst bis 29. September 3423 zur Transportation bestimmte Gefangene von Parisnach Havre gebracht. NachIm Rrssss" vom 4. December 1848, Beilage, wurden vonden 10.948 Gefangenen im ganzen 6600 wieder freigegeben, 4348 (ohne rechtlich ge-fälltes Urtheil) transpvrtirt. Als Louis Philippe in seinem Eril von diesen Dingenhörte, soll er ausgernfen haben:So etwas können sich mir anonyme Regie-rungen erlauben!"

4) S. 49.In tlrs lato muuioipal elsotious tbrou^bout tbo oouutr^, rvkouo-vor tbsro was a eontest, tbo Ropublieaus troin oonviotion vvere Aenerall^ beutenb^ tbe Ropublioaus lroin necvssit^, or, as tbe^ uro bsrs äixtin^rüsbock: rKpn-blieulns cke la vsills et ckn lsnckeinain; unck it bas bsen kurtbsr lounck,tbat wbenever tbe I-e^itimists etiose to put tbeinselves lorwarck, tbs^ beat tbeOrleans", ä. Lear ol Revolution. Rroin a ckourna! bspt in Raris in 1848. Uxtbe lAarrpns nk blormanb)', II. 8. (Donckon, I-onxman ete., 1857) H. S. 154zum 14. August.

5) S. 51. Sarrans der Jüngere erzählt, er habe sich oftmals in London beiJoseph Buonaparte befunden, wenn dessen Neffe Louis zu Besuche kam; da habe ihnder Hausherr jedesmal inständig gebeten zu bleiben und ihm die Verlegenheit eincrvertranlichcn Unterredung mit Louis zu ersparen, dessen chimärische Pläne zu verneh-men eben so langweilig als ermüdend sei. Hierher gehört auch eine Thatsache, vonder wir nicht wissen, ob sie so allseitig bekannt ist als sie es verdiente. Während seinesAufenthaltes in der Schweiz wollte der Prinz einen Cursns über römische Geschichtehören; doch sollte sein Doccnt vorzüglich jene Männer in's Auge fassen, die sich andie Spitze der Geschäfte geschwungen, und hierbei den Nachweis liefern: 1. auf welchenWegen sic zur obersten Macht gelangten, 2. durch welche Mittel sie sich im Besitzederselben erhielten, 3. welches die Ursachen ihres Sturzes waren. Der Docent, Professoran einer schweizerischen Lehranstalt, wußte noch iu spätcrn Jahren von den Mühen desStudiums die ihm die Lösung dieser Ausgabe bereitet, aber auch von dem hohen In-