Die Goldinincii von Calisornien.
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Gouverneur von Calisornien, „fand ich die Mühlen verlassen, die Wei-zenfelder dem Vieh preisgegcbcn, die Häuser ohne Bewohner". Inzwischenwar die Kunde von den unerschöpflichen Goldlagcrn am Sacramcnto indie Ferne gedrungen und übte auf die entlegensten Gebiete ihre Zugkraftans. Es war, als ob sich die Zeiten der Entdeckung der Silberminenvon Potosi und Zacatecas und der Quccksilbermincn von Guancavclicawiederholten, die eine so weitgreifcnde Umwälzung in der neuen wie inder alten Welt herbcigcführt hatten. Ein nach America ausgewandcrtcrPrager meinte, kein Ereigniß der neuesten Zeit könne mit dieser Art von„gelbem Fieber" wovon jeder Körper angesteckt sei verglichen werden^").In den östlichen Hafenstädten der Republik drohte eine förmlicheVölkerwanderung nach dem westlichen Wnndcrlande; aus New-Aork,aus Boston, ans Baltimore ging Schiff um Schiff ab, um die
zur Überfahrt sich Meldenden an Ort und Stelle zu bringen. Aber selbstans Ostindien, aus China landeten Goldjägcr an den Küsten Kaliforniens.Und hatten sic nicht alle Platz? Bei hundert Meilen weit, so lautetendie Berichte, erstreckten sich die Goldmincn an den Ufern des Sacramcnto,reich genug durch ein halbes Jahrhundert fünfzigtauscnd Menschen zubeschäftigen, ergiebig genug die ganze Nationalschuld Englands mit der
gewonnenen Ausbeute zu tilgen, reines Gold bald als Staub, in Schup-penform, bald in Körnern von der Größe eines Nadelkopfes bis zur
Größe einer Faust „und durchaus gediegen". Ein Soldat, hieß es, habesich während eines Urlaubes von wenigen Tagen ein Vermögen von 300Pf. St. gemacht, ein junger Franzose binnen vier Tagen 40 Pfund Goldesgesammelt; 30 bis 40 Dollars vom Morgen gegen Abend gälten fürein mittelmäßiges Tagewerk; der niedrigste indianische Arbeiter, der früherkaum das Dasein von Beinkleidern gekannt, sei bald im Stande sich dieprächtigsten Anzüge zu kaufen u. dgl. Freilich verschwiegen die Berichte,in denen sich lügenhaftes mit wahrem paarte und deren glänzende Schil-derungen von gewissenlosen Spcculanten in das fabelhafte übertriebenwurden, auch die Schattenseiten nicht, die das Leben unter den Zeltenam American-Fork — Häuser gab cs dort in den ersten Monaten garkeine — mit sich brachte: die Schwierigkeit der Hinreise, die entweder— vor Eröffnung der Panama-Jsthums-Rontc mit 1. Jänner 1849 —um das Cap Horn herum ein halbes Jahr in Anspruch nahm oder demPlatte-River entlang durch den Südpaß der Felsengcbirge nach demOregon oder von Louisiana über Texas nach Neu-Mexiko äußerst mühsam
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