Widerstreben der Slaven gegen die Wahlen in die PanlSkirche.
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so wurde dieser Geist des Widerspruchs durch die Verhandlungen iu derPaulskirche über die ZZ. 2 und 3, durch die bei dieser Gelegenheit ge-fallenen vielfach beleidigenden und verletzenden Worte und durch dieSchlußfassuug darüber nur iu erhöhtem Grade gereizt. Als cs sich iuder zweiten Hälfte November im Bezirke von Krumau um die Vor-nahme einer Neuwahl für die deutsche Natioual-Versammluug handelte,erschienen in der Stadt nur 5 Urwähler, die 12 Wahlmänner benannten,23.; die übrige Bevölkerung erklärte ihre Anhänglichkeit an das Kaiser-haus, aber von einer Wahl nach Frankfurt wollten sic nichts mehrwissen. Am Wahltage selbst, 30., fanden sich zwar aus den deutschenGemeinden 105 Wahlmänncr zusammen, allein 60 davon weigerten sichan der Wahl thcilzunchmcn, so daß nur 46 übrig blieben die von ihremRechte Gebrauch machten Einige Tage später, 9. Dccember, nahmdie Prager Slovanskä Lipa einen Vortrag des Do. Swestka gegen dieAusschreibung neuer Wahlen für Frankfurt und einen dazu gemachtenVcrbcsscrnngsantrag auf Abberufung der in der PanlSkirchc weilendenösterreichischen Abgeordneten mit rauschendem Bcifallc ans. In denWahlkreisen Mährens, selbst in solchen wo in den ersten Monaten dieStimmung für Frankfurt eine günstige gewesen, schlug dieselbe in Folgeder Beschlüsse über die ZZ. 2 und 3 derart um '"H, daß sich in der Sitzungdes Landtags vom 10. November Ritter von Chlumcckh veranlaßt sah,nebst einer Verwahrung gegen jene Beschlüsse ein Mißtrauensvotum fürdie 29 österreichischen Abgeordneten, die am 27. Oktober mit „ja" ge-stimmt, zu beantragen, und der Abgeordnete Wurm die Rückbcrnfungder mährischen Abgeordneten von Frankfurt verlangte, welche beidenVorschläge die Versammlung einem eigenen Ausschüsse zur Erwägung über-gab. In einer eigenen Lage befand sich der schlesische Landtag, der, nochvor kurzem von vorwiegend frankfnrtischcm Geiste beherrscht, nun denBoden unter seinen Füßen schwanken fühlte und darum am besten zuthun meinte, wenn er an der Erörterung von Fragen, die ihn mit seinerfrüheren Haltung in Widersprüche verwickeln konnten, stillschweigend vor-übcrging Ohnedieß waren es in Schlesien mehr die protestantischenElemente, die von ihren vielfach auswärts gebürtigen Pastoren für einTranmgebildc deutscher Reichscinhcit angceifcrt worden waren, über dessenihren wahren Wünschen znwidcrlanfcnde Kehrseite sic sich nun mit cincm-mal aufgeklärt fanden. Den Zustand eines großen Thciles der katho-lischen Bevölkerung des Landes konnte man als den einer künstlichen