Mangel an höheren Officieren bei den Serben.
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Federbüschcn und schwarz-goldcncn Feldbinden, von Kreuzen und Sternen.Da war der kön. ungarische Kriegsminister Meszciros; da waren diek. k. Feldmarschall-Licutcnants Hrabowsky und Bechtold, diel. k. General-majors Wohlnhofer und Eichcnhcim, die k. k. Oberste Kolovrat, Kiß,Castiglionc, Blomberg (Schwarzenberg - Uhlancn Nr. 2) re. re. Diekaiserlichen Linien-Rcgimcntcr Alexander, Miguel u. a. fochten in ge-schlossenen Reihen gegen die kaum gebildeten National-Bataillone undCompagnien der Serben und Scrbiancr. Die Anwesenheit so vielerhochgestellter Officierc im ungarischen Lager und der gänzliche Mangelderselben in den Reihen der Serben wirkte auch insofern zu Ungunstender letzteren, als dadurch manche nicht-magyarische Truppenkörper, dienur mit Unlust gegen die Granzer fochten, doch wieder irre wurden inihrer Meinung, auf welcher Seite die wahre kaiserliche Sache, der sicTreue geschworen, zu finden sei. Das war namentlich bei Schwarzenberg-Uhlancn der Fall, die bis Mitte Juli, als ob es nicht anders sein könnte,mit den Ungarn gemeinsame Sache machten, bis sie sich allmälig, beiwachsendem Misstrauen gegen die Absichten ihrer bisherigen Wasfen-gcnosscn, von jeder crnstern Thcilnahme am Kampfe gegen die Granzer,die sic doch auch als k. k. Truppen erkannten, zu enthalten begannen.
So war es denn ein Volkskrieg in der eigentlichsten Bedeutungdes Wortes, was sich in der größcrn Hälfte des Jahres 1848 zwischender nntern Save und dem Einflüße der Theiß in die Donau abspieltc,ein Volkskrieg einerseits mit allen Mängeln knnstgcrcchtcr Organisationund Strategie, aber andrerseits mit aller hingehenden Begeisterung einerfür Hans und Herd muthvoll kämpfenden Masse. Die Abthcilungcn derGränzcr brachten zwar ihre militärische Ordnung und Einthcilung mitund hielten au ihr fest, und die ihren Reihen entnommenen National-Officicrc suchten diese Ordnung und Einthcilung auch in die Masse derLeute ans dem Volke zu übertragen; allein das ging nicht so leicht undbeim geringsten Anstossc zerfiel cs wieder. Und bunt genug sah cs inden Gliedern dieser National-Kämpfer aus. Fast von den Knabcnjahrcnbis znin Grciscnthnm waren alle Altersstufen vertreten; „meines VatersKricgsgcfährtcn von Leipzig »nd meine Mitschüler standen in einer Reihe",erzählt ein junger Lieutenant, den seine Begeisterung für die nationaleSache in das Lager von Pcrlaß geführt hatte. Nur Weiber, wie dassonst bei Volkskriegen vorznkommcn pflegt, duldeten die Serben nicht inihrer Mitte; sic hielten das unter ihrer Würde und für eine Schmach,