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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Pcstcr Deputationen in Wien.

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Häupter dcr walachischcn Bewegung fcstgcnommcn, ein Aufstand, den diejuug-walachischc Partei versuchte, durch den Einmarsch dcr türkischenTruppen in die Hauptstadt gewaltsam unterdrückt, und der frühere Zu-stand der Dinge mit Konstantin Kantaknzcnos als Kaimakam an derSpitze hcrgcstcllt, zweite Hälfte September. Nun ließen auch die rnssi-sehen Truppen nicht auf sich warten. In den letzten Tagen des Monatsüberschritt Lüdcrs, Gcrstenzwcig's Nachfolger, die walachischc Gränzc undbesetzte alle wichtigeren Punkte des Landes, in dessen Hauptstadt zuletztseine Truppen mit denen Omer Pascha's gemeinschaftlich garnisonirten.

So sehr sich die Pcstcr Regierung beglückwünschen konnte, dcrdakoromanischcn Bewegung in den Donnnlandcrn, deren Verbindung mitihren eigenen Walachei, sic stets fürchtete, ein Ziel gesetzt zu sehen, sowenig ließ es ihr andrerseits Ruhe, daß gerade die Strcitkrnftc des nor-dischen Zarcn-Rcichs cs waren, durch welche dieser Umschwung herbcigc-führt worden. Die russischen Generale standen unverkennbar mit dennnscrn in Siebenbürgen im besten Einvernehmen, und ebenso war nichtvoranszusctzcn, daß sich dieselben der serbischen und kroatischen Bewegungfeindselig erweisen würden. Von schlimmen Ahnungen erfüllt, versuchtees die magyarische Partei den kaiserlichen Hof wieder in ihr Interessezu ziehen; allein die großartige Deputation, die am 6. September vonPest abging, fand in Schönbrnnn verschlossene Thürcn und reiste am 10.voll Unwillen wieder heim. Mittlerweile thürmtcn sich die Gefahren vonallen Seiten. Mit kais. Manifest vom 4. September war Jelacia, dcrseine kriegerischen Vorbereitungen vollendet hatte, in alle seine Würdenund Aemtcr wieder eingesetzt worden. Am 11. überschritt er bei Wa-raSdin die Dran; kaiserliche Trnppcnkörper schlossen sich ihm ans seinemMarsche an, während andere im Marchfcld und an der Leitha auf höhcrnBefehl znsammcngezogcn wurden. Im Nordostcn fiel der Slovaken-Ftthrcr Hnrban an dcr Spitze von Frcischaaren bei Pisek und Biscnzin die Trcncincr Gespanschaft ein, 16., und rückte ans Mijava los.Im Pestcr Reichstage ging zwar dcr Gcsctzvorschlag über die VereinigungSiebenbürgens mit Ungarn durch, 12.; doch nicht ohne den entschiedenstenWiderspruch der sächsischen Abgeordneten, die am 19. und in den fol-genden Tagen die Hauptstadt verließen, um in ihrer Heimat den Wider-stand dcr bis dahin ruhig gebliebenen Deutschen zu schüren. In dieserringsum bedrohten Luge beschloß die magyarische Reichstags-Partei einenletzten Schritt in Wien zu machen. Eine neue Deputation ging von