Störende Auftritte tu Wir».
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des Feindes endete. Der König begann NM Mitternacht seinen Rückzugüber den Mincio, Radccky folgte ihm andern Tages ans dem Fuße.Nach einem letzten hartnäckigen Kampfe in Volta, der vom Abend des26. eine Schreckcnsnacht hindurch bis zum Vormittag des 27. wüthetc,setzte der Feind seinen Rückzug über Goito fort und sandte Parlamentärein das kaiserliche Lager, einen Waffenstillstand mit dem Oglio alsScheidelinie anbictend. Radcckh aber verlangte die Adda, die Ncbergabcaller von den Picmontcscn besetzten Festungen, die Räumung von Venedig,Parma und Modena. Als dies; nicht gewährt wurde, drangen die Unfernmit ganzer Macht vorwärts, überschritten den Oglio, 30., die Adda, 1.August, und standen am 4. vor Mailand. Am 5 capitulirtc die Stadt,aus der der König vor den Ausbrüchen der Voltswuth entweichen mußte,am 6. wurde sic von den kaiserlichen Truppen besetzt. Jetzt dictirtcRadecky die Bedingungen des Waffenstillstandes; Pcschiera, Nocca d'Anfo,Osopo wurden von den Picmontcscn znrückgcgcbcn, Modena, Parma,Piacenza von ihnen geräumt; eben so Venedig, das, sich selbst überlassen,keine» Augenblick säumte, seinen früheren Beschluß der Einverleibungmit Piemont zu widerrufen und die Republik wieder hcrzustcllcn, 10.
Die ganze Welt erfüllte der' Knegsruhm Nndcckh's und seinestapfer» Heeres; nur die tonangebende Partei in der Hauptstadt seineseigenen Vaterlandes war andern Sinnes.
Seit dem 12. August befand sich der kaiserliche Hof wieder inWien, der sich durch die feierlichsten Versicherungen ungetrübter Ruheund Ordnung hatte bewegen lassen, seine throlcr Zufluchtsstätte zu ver-lassen. Doch schon bei der großen Fcldmessc ans dem Glacis am 19.tönte der „lederne Fuchs", den die Mnsikbandc der vor dem kaiserlichenGezclte vorübcrmarschircndcn akademischen Legion statt der Volkshhmneanfspiclte, wie greller Hohn gegen jene lohnten Verheißungen. WenigeTage darauf gab cs den ersten blutigen Zusammenstoß seit den März-tagcn. Der Arbeits-Minister Schwarzer hatte den Lohn der lässigenTagewerken hcrabzusctzen befunden, 21., was Aufregung und Zusammen-rottungen im Prater zur Folge hatte; die cinschreitcndc Nationalgardeund Sicherheitswachc behielt nur nach hartem Kampfe, der beiderseitsTodte und Verwundete kostete, die Oberhand, 22. und 23. Der augen-blicklichen Strömung nachgebend, löste sich der Sicherheitsausschuß auf,24., ohne daß darum seine Partei ihr Spiel aufgegeben hätte. Das