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I. 5. Der Slavm-Congreß und die untern Donau-Länder.
tage, 12., Karlovie angegriffen, beschossen, einige Häuser geriethen inBrand, worauf sich die Truppe», che noch der jugendliche Held Strati-mirovic die überraschten Serben zum Widerstande sammeln konnte, nachPetcrwardciu znrückzogen. Eine Verhandlung, die Hrabowsky mit demvon Jclacic gesandten Grafen Albert Nngcnt versuchte, um der steigendenAufregung unter den Gränzcrn zu steuern, blieb ohne Erfolg. Vielmehrrüstete man sich ans beiden Seiten zum Kampfe. Au 20.000 Bewaffneteaus dem Bacer und Toroutaler Comitatc bezogen gegen die Serben einLager bei O-Kcr, 17., während in Titel die Eaikisten losschlugen, dasZeughaus erbrachen, Waffen und Schießbcdarf dem Karloviccr National-Ausschussc zur Verfügung stellten, 18. Am 20. und 22. wurde Weiß-kirchcu wiederholt von den Serben angegriffen, am 29. die romanischeOrtschaft Sz. Mihäly wegen ihrer Anhänglichkeit an die Magyaren mitFeuer und Schwert verheert.
Allein nicht blos inncrhald der Gränzen des Königreichs kam diePester Regierung in's Gedränge; auch jenseits derselben zeigten sich be-drohliche Erscheinungen. Während sich im Fürstenthnm Serbien Schaarenbewaffneter Freiwilligen zusammenfandcn, um unter Knicanin's Führungihren österreichischen Stammverwandten zu Hilfe zu eilen, gingen in derMoldau und Walachei die Dinge einer Entwicklung entgegen, die einer-seits auf die Gemüther der österreichischen Romanen nicht ohne Einflußbleiben konnte und andererseits das Eingreifen einer auswärtigen Machtherbeiführtc, von der der Magyarismus nichts weniger als Förderungseiner Pläne erwarten durfte. Schon Anfangs April hatte die Bewegungin Jassy eine festere Gestalt angenommen, als der junge Basil Ghikamehrere gleichgesinnte Bojaren in dem Gasthause „zur Stadt Preßburg"versammelte und eine an den Hospodar gerichtete Petition, worin umAbstellung der schreiendsten Mißbräuche gebeten wurde, unterschreibenließ, 9. Fürst Stnrdza sandte seinen Minister des Innern in die Mitteder Unzufriedenen, sich scheinbar mit ihnen ans einen guten Fuß zustellen, knüpfte aber gleichzeitig, um der unbequemen Dränger sobald alsmöglich los zu werden, durch den russischen Vieeconsnl Tominski geheimenVerkehr mit dem Befehlshaber der jenseits des Prnth ausgestellten kaiser-lichen Truppen an. Ans russischer Seite schien man nur ans einensolchen Anlaß gewartet zu haben, und sagte bereitwillig Hilfe zu; Stnrdza,dadurch crmnthigt, ließ in der Nacht vom 10. zum 11. die Unterzeichnerder Adresse von seinen Soldaten aufheben und über die Donau nach