Unruhen und Aufstände in England und Belgien.
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sorischen Regierung Frankreichs eine Glückwunsch. Adresse, 20. März.
„Nichts mehr von Königen und Königinen", rief Mitchell am 23.
Abends in der Mnsikhallc, „ich werde nicht ruhen und rasten, bis ichin Irland eine freie Republik gegründet sehe." Die Londoner Regierungerließ Vcrhaftsbefehlc gegen die Drei und sandte Trnppenvcrstärkungcnans die grüne Insel.
Die beiden niederländischen Regierungen zeigten sich von dein Be-streben beseelt, den Wünschen ihrer Länder durch rechtzeitige Gewährungenentgegen zu kommen. Am 9. Mürz kam den holländischen Gcncralstaateneine königliche Botschaft zu, die einige Aendcrungen im Grundgesetz ver-schlug. Als die öffentliche Meinung dadurch nicht befriedigt schien, allent-halben Petitionen in wcitcrgehcndcr Richtung vorbereitet wurden, beeiltesich Wilhelm II. sein Ministerium zu entlassen und aus den Reihender Opposition einen Ausschuß nicdcrznsctzcn, dem die Bcrathung einerdurchgängigen Umstaltnng der Vcrfassnngsgrnndlagcn anheimgcgcbcn wurde.
In Belgien hatte man schon vor Ausbruch der Februar-Revolution eineReihe politischer Reformen in Angriff genommen; Regierung und Kammerbefanden sich im besten Einklang. Dennoch ließ sich nicht verhindern,daß die französische Erschütterung ihre gewaltigen Wellenschläge in dasNachbarland fortpflanztc. Flüchtlinge aus den vom Sturm hcimgcsuchtcnGegenden Frankreichs überschwemmten die belgischen Städte; aber auch -Scndlinge der neuen Heilslchrc und allerhand Gesindel aus Frankreichund Deutschland schlichen sich mit gefährlichen Absichten über die Grünze, ^ 41während in Paris unter den Angen der provisorischen Regierung cinc,> ^„belgische Legion" zur Nevolutionirung des Landes geworben wurde. Einc^ ^2Anzahl Strolche ans Deutschland, die in den Straßen von Brüssel die ^Republik anSrnfcn wollten, wurden von Pelizcimänncrn beim Kragengepackt und unter dem höhnischen Beifall der Menge abgcführt, mehrereFremde von verdächtiger Haltung aus Stadt und Land gewiesen. GrößereGefahr drohte von den einheimischen unteren Elasten, deren Noth durchdas plötzliche Einstcllcn alles Aufwandes von Seite der Reichen und diedadurch hcrbeigeführte Stockung der Geschäfte nur erhöht wurde. Am14. März gab cs Unruhen in Gent, die sich zuletzt in einen Angriff gegendie Jesuiten zuspitzten. Tags darauf regten sich die Arbeiter in Brüssel;ein begütigender Bescheid aus dem Palaste des Königs brachte sic vor-läufig zur Ruhe. Schon zeigten sich aber die ersten Frcischaarcn an derfranzösischen Gränzc. Zwar wurde der Eiscnbahnzng, der sic in's Land
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