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I. 2. Pariser Februar-Revolution und ihre nächsten Folgen.
Truppen, die am folgenden Tage znm Weichen gebracht werden; tlnab-hängigkcitscrklärung der Insel, provisorische Regierung nntcr RnggicroScttimo und Andern, 17. Zn spät kommen die administrativen Zuge-ständnisse Ferdinand II. von Neapel, 18., die Verkündigung allgemeinenVergebens und Vcrgcsscns, 20. Lord Minto, der eifrige Schürer ansEngland, winkt den Siciliancrn anfnmnternd zu. Schon regt cs sichauch ans dem neapolitanischen Fcstlandc; am 27. tricolorc Demonstra-tionen in der Hauptstadt, die Minister danken ab, der Herzog von Terra-Capriola tritt an die Spitze der Geschäfte; der 20. bringt die Zusicherungeiner freiheitlichen Verfassung für beide Sicilien. Grosser Jubel voneinem Ende Italiens znm andern, Tcdcnms, Frcndcnfcstc, ausgelasseneKundgebungen in Rom, in Livorno, in Genna, in Turin. Am 8. Februarbefolgt König Carlo Alberto von Sardinien das Beispiel seines neapo-litauischen Schwagers; am 17. erhält auch Toscana eine Verfassung.Mittlerweile wächst die Gährnng im österreichischen Italien. StudentenUnruhen in Padua und Pavin, welche die Schließung der beiden Univer-sitäten zur Folge haben; meuchlerische Angriffe gegen kaiserliche Officicrcin Mailand; Calabrcscrhütc und Aufreizungen des Militärs durch gebildetenund ungebildeten Pöbel in Bergamo, bis sich der Erzherzog - Biceköniggenöthigt sicht, das Standrccht im ganzen .Königreiche zu verkündigen, 22.
An demselben Tage betritt die Revolution einen großartigeren Schauplatz jenseits des Rheins. Ans Anlaß eines für den 22. Februar vonder oppositionellen Partei angckündigtcn, aber von der Regierung unter-sagten Rcformbankcts entsteht große Aufregung in Paris; Arbeiter undjunge Leute durchziehen, die Marseillaise singend und „Nieder mit Gnizot!"rufend, die Straßen; hin und wieder Barrieadcn, einzelne Scharmützelzwischen Volk und Mnnicipalgardc. Am 23. neue Barrieadcn; Gnizotvom König verabschiedet. Abends lärmende Huldigungen vor der Woh-nung Marrast's, während ein von Lagrange geführter Hanfe nntcr Vor-kragung der rothen Fahne bei Fackelschein gegen das Hotel des Mini 'stcriums des Acußcrn zieht; Zusammenstoß mit dem dort ausgestelltenMilitär, Schüsse; der Haufe stäubt auseinander, die Leichname der Ge-fallenen mit Rachcschwürcn durch die Straßen führend. Am nächstenTage Paris in vollem Aufstand; Kämpfe, Gemetzel, Blut an allen Orten.Marschall Bugcand wird von der rathlosen Hofpartei genöthigt, den königlichen Truppen das Feuern zu verbieten; jetzt drehen viele Soldatendie Gewehrkolben um, wechseln Brndergrüßc mit dem Volke. Ludwig