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III. 25. Schlacht bci Schwechat am 30. October.
Haus zu Haus geflogen. Erst die Ankunft Kossuth's und das Er-scheinen der ersten Flüchtlinge mit der Schreckenskunde: „Wir sindgeschlagen!" brachten Ernüchterung. Kossuth setzte noch in der Nachtvom 30. zum 31. seinen Bericht über die „Schlacht bei Mannswerd"auf, über dessen Inhalt das Repräsentantenhaus voll Lobes und An-erkennung war und den Beschluß faßte, „Kossuth, den tapfern Füh-rern, wie auch der ganzen Armee eine Dank-Adresse für ihre tapfereHaltung zu überschicken".
Die Kaiserlichen verloren bei Schwechat gegen fünfzig Mann anTodten und Verwundeten, unter letzteren fünf Officiere. Die Ein-buße der Ungarn betrug vielleicht das zehnfache, darunter 54 an Ge-fangenen; einige demontirte Geschütze blieben auf der Wahlstatt zurück.Moga machte auf dem Rückzug einen nicht ungefährlichen Sturz vomPferde und ließ sich in das Schloß Kittsee bringen. Der Verlust derUngarn hätte ungleich größer sein, ja Moga's Heer vernichtet wer-den müssen, wenn die Umgehung ihres linken Flügels durch dieCavallerie Liechtensteins so ausgeführt worden wäre, wie es imPlane gelegen. In den Tagen nach der Schwechater Affaire hieß esim allgemeinen Gerede: „die Hälfte der Ungarn sei in die Donaugesprengt worden". Das Urtheil der öffentlichen Meinung traf da-mit ganz richtig, was eigentlich hätte geschehen können und sollen.Als man dann die Wahrheit erfuhr, wußten die Leute keine schonen-dere Erklärung zu finden, als daß man sagte: „man habe dieUngarn absichtlich nur mit einem blauen Auge davon kommen lassenwollen
Die Verfolgung der Flüchtigen mußte am 30. bei dunkelndemAbend eine Stunde vor Schwadorf eingestellt werden. Am andernMorgen benahm anfangs starker Nebel jede Aussicht; als sich diesergegen 10 Uhr zertheilte, gewahrte man diesseits der Fischa nur eineschwache Vorpostenkette ungarischer Reiterei, und auch diese zog sichbei Annäherung der kaiserlichen Vortruppen in Hast über den Flußzurück. In Preßburg kamen den ganzen Tag bis in die sinkendeNacht immer neue Haufen von Flüchtlingen an; man schätzte ihreZahl auf 15000, und die Stadtbehördeu hatten vollauf zu thun, fürihre Unterkunft und Verpflegung zu sorgen. Die Vortruppen derKaiserlichen überschritten die Fischa und dehnten ihre Aufstellungvon Elend an der Donau über Arbesthal, Stixneusiedl bis Wils-