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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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368
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Z68 III 25. Schlcicht bei Schwechat am 30. Oktober.

Banns klagte,in der Luft" stand. Jelacic befahl nun dem FürstenLiechtenstein mit seiner gesammten Reiterei anzugreifen, und die ganzeSchlachtlinie begann ihre Vorrückung. Doch es gab keinen Kampfmehr, nur von Verfolgung des Feindes konnte die Rede sein. Vonseinem Fußvolk war nichts mehr einzuholen; es hatte den Vorsprungeiner halben Stunde und mehr noch voraus. Was Beine hatte undsie noch brauchen konnte, befand sich auf dem Wege nach der Fischa,als ob es einen Wettlauf gelte. Nicht eine geschlossene in Ordnungdaher marschirende Abtheilnng, so weit das Auge reichte, war zuschauen. Der ausgedehnte Plan war mit Flüchtlingen übersäet.Nur mit der Cavallerie Röp-lsy's gab es kleine Sträuße. Jelacicselbst, der sich an die Spitze einer Reiterabtheilung gesetzt hatte, jagtedem Feinde so hitzig nach, daß eine in unmittelbarer Nähe platzendeGranate einem seiner Adjutanten das Pferd unter dem Leibe tödtete.Wallmoden- und Auersperg-Kürassiere hieben, wo sie dazu kamen,mit unwiderstehlicher Gewalt ein; aber auch die feindlichen Reiterwehrten sich tapfer. Einen blutjungen Ungar sah man mit zweiAuersperg-Kürassieren lange Zeit im Kampf. Mit ungemeiner Ge-wandtheit warf er sein herrliches Roß herum, während die Pauzer-reiter auf ihren schweren Thiereu seinen raschen Bewegungen ver-gebens zu folgen suchten, bis zuletzt einer von ihnen den Augenblickwahrnahm und die breite Spitze seines Pallasch tief in die Brust desUngars bohrte, der lautlos zu Boden stürzte, während sein Roß mitblutiger Schabracke schnaubend davon jagte. Er hatte eine schönegoldene Uhr und einen Ring mit Haaren bei sich, die der Erzählerdieses Vorfalls, ein Reiter-Offieier vom Armeecorps des Banus^"),den beiden Kürassieren abkaufte. --

Die Schlacht bei Schwechat nahm einen anderen Ausgang, wennauf ungarischer Seite alles von der Thatkraft beseelt war wie ihrmoralischer Urheber. Kaum daß die ersten Anzeichen allgemeinerFlucht wahrzunehmen gewesen, hatte Kossuth seinen Standpunkt beiMoga verlassen, einen Wagen bestiegen und ini gestreckten Lauf dieFischa zu erreichen gesucht. Beileibe nicht um zu fliehen! Im Kriegs-rath zu Nickelsdorf hatte Kossuth dem ungläubigen Görgei erwiedert:Sie meinen also, daß wir von unserer Armee keinen Manu zurück-bringen werden?"Um die Nationalgarden und um die Freiwilli-gen ist mir nicht bang"", hatte Görgei geantwortet;die haben