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III. 22. Eindrücke und Einwirkungen der Wiener Ereignisse.
Tage verbetene Mitwirkung des Militärs in Anspruch. Eine Kund-machung des Landes-Präsidiums mahnte zur Ruhe. Als das Ge-sindel neuen Unfug begann, Fleischerbuden stürmte, um sich niit Messernund Hacken zu bewaffnen, die Offermann'sche Tuchfabrik bedrohte,ruckten die Volkswehr und die Besatzung aus, die Hauptwache erhieltVerstärkungen, der Ring und die Thore wurden besetzt. Ein viertelnach eins ertönte von neuem die Sturmglocke, der Volkshaufe um-lagerte die Waffenfabrik von Bracegirdle, eine Abtheilung der National-garde eilte im Sturmschritt herbei. Als die Aufforderung auseinanderzu gehen nichts fruchtete, mit Steinwürfen beantwortet wurde, gabendie Garden Feuer und rückten dann rasch auf die Meuterer los. Dreibis vier der letzten blieben todt auf dem Platze, zwölf andere warenverwundet, bei vierzig wurden gepackt, die übrigen verliefen sich mitlautem Geschrei. Vom Stadthause wurde Rath Bucek mit einerBedeckung Nationalgarden ausgesandt, der auf dem großen Platze,dann in der Vorstadt Große Köna, wohin sich ein Theil der Auf-rührer geflüchtet hatte, nach dreimaligem Trommelschlag das Aufruhr-gesetz verlas und eine eindringliche Abmahnung vor weiterem Unfugdaran knüpfte, worauf sich allmälig die Ruhe wieder herstellte. Manhatte in Brünn im kleinen erlebt, was in Wien im großen vorging.Dessenungeachtet glaubte die Deputation, die mittlerweile von Wessen-berg die gewünschten Papiere erhalten hatte, ihrem Vermittlungs-anftrage unbeirrt Nachkommen zu müssen. Meinte sie etwa denFürsten Windischgrätz auch dahin zu bringen, daß er seine Truppenzurückziehe, weil durch ihren Anblick die Aufregung der Wiener Auf-ständischen nur vermehrt würde? Doch sie kam nicht in die Lage,ihre Ueberredungsgabe zu erproben. Am Abend des 30. traf sie inLnndenburg, aber bald darauf die Nachricht ans Hetzendorf ein, daßdie Deputation vom Feldmarschall nicht vorgelassen werde. Es bliebnichts übrig als wieder heimznreisen^).
Noch ist eines tollsinnigen Unternehmens zu gedenken, das denSohn des Fabrikherrn Wurm zu Neumarkt im Mühlviertel, einenklafterhohen jungen Menschen, zum Urheber hatte. Diesem warenohne Zweifel die von den Wiener und Grätzer Hetzern ausgestreutenIdeen in den Kopf gestiegen und es entwickelte sich in ihm der Planeiner Massenerhebung, an deren Spitze er zuerst die reichen ober-österreichischen Klöster in seine Gewalt bekommen, dann, alles auf