Versammlung im großen Redoutensaale.
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die Schwulst der Ansprache war, so blieb die Scene doch nicht ohneEindruck ans manche Unentschlossene unter den Versammelten. Um5, Uhr begab man sich in den großen Nedoutensaal, wo auch Gschnitzer,Polacek und einige andere Reichstagsabgeordnete erschienen, ohnejedoch ostensibel an der Berathung theilzunehmenMessenhansernahm ober der zu beiden Seiten auf die Galerie führenden Stiegeseinen Platz ein und setzte in einer längeren Ansprache die Gründeauseinander, die von einer weitern Fortsetzung des Kampfes abmah-nen müßten. Die Munition der gestimmten Volkswehr reiche kaumans vier Stunden aus, die Besetzung der Leopoldstndt habe dasSchicksal Wiens entschieden. „Uns bliebe nichts übrig, als uns ansdie Vertheidigung der inneren Stadt zu beschränken; allein waswürden wir damit erreichen? Nichts, gar nichts, als den Verlustvon mehreren tausend Menschenleben und von Millionen an Eigen-thum." Messenhauser sprach mit zündender Wärme, besser und klarer,als man es je von ihm gehört hatte, und der stürmische Jubel, derauf seine Rede folgte, gab deutlich die in der Mehrheit herrschendeStimmung kund; in manchem Auge sah man eine Thräne glänzen.Doch Viele sahen finster darein und zischten, was den Widerspruchder Andern nur vermehrte, als Messenhauser zum Finanzministerabgerufen wurde. Kraus war eben von Olmüz zurückgekommen undhatte ein allerhöchstes Handschreiben mitgebracht, worin es hieß, wiewehe es dem Herzen des Kaisers thne „sich zu Maßregeln der Gewaltzu entschließen", woraus jedoch zugleich hervorleuchtete, daß man inOlmüz durchaus nicht gesonnen sei von den gefaßten Beschlüssen ab-zugehen oder in die Vollmacht des Feldmarschalls einzugreisen. OhneZweifel war es eine hierauf bezügliche Mittheilung, wegen derenKraus den Ober-Commandanten hatte rufen lassen. Die AbwesenheitMesse,ihauser's aber benützten seine Gegner, nur auf die Versammlungim entgegengesetzten Sinne zu wirken, als er gesprochen hatte. Press-lern von Sternan sprach für die Fortsetzung des Kampfes, Nässetdagegen; auch Cheizes war für die Uebergabe mit dem Beifügen,daß er sein demokratisches Frei-Corps auflöse. Doch die Hetzer in derVersammlung wurden immer rühriger. Padovani nannte Messen-hauser einen Verräther, erklärte ihn für unfähig zum Oberbefehl,schlug Preßlern an dessen Stelle vor. Ein Ungenannter drang mitseiner Stimme durch: ,,er komme gerade aus dem ungarischen Lagerund könne versichern, daß Kossuth heranrncke". Er fand heftigen
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