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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Abstimmung wegen Fortsetzung oder Einstellung des Kampfe«.

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wollten, nahmen an dem demüthigenden Inhalt, die Besonnenen, die sichvon Anfang über die Erfolglosigkeit des Unternehmens nicht getäuschthatten, an der gleißnerischen Motivirung Aergerniß Die Mehr-zahl aber hatte nur Sinn für das gute, was aus dem Placate herausznlesen war: das Ende aller Noth und Leiden, aller Angst und Qual!

Mittlerweile waren die Deputaten vom Laaer Berg znrückge-kehrt und hatten den Bericht über ihre Sendung an den Gemeinde-rath geschickt. Sie selbst blieben in der Vorstadt zurück, da sie, wiesie meinten, die Antwort doch wieder in's Hauptquartier bringenmüßten, nnd erholten sich bei einem schmackhaften Mahle von denausgestandenen Strapazen, während man aus der Stadt, befremdetüber ihr Ausbleiben und in Besorgnis sie würden mit Gewalt zurück-gehalten, den N.-G.-Officier Weißenberger zu Matauschek um Aus-kunft sandte. Der General lachte laut auf.Nun, bei Euch in derStadt muß es schön aussehen", ries er aus,weil die Herren garnicht hinein wollen!" Er bezeichnet Weißenberger den Aufenthaltder Deputations-Mitglieder, welchen dieser die Unerläßlichkeit ihrespersönlichen Erscheinens begreiflich machte.

Vom Ober-Commando wurde die vierte Nachmittagstunde fest-gesetzt, wo sich Vertrauensmänner von allen Compagnien der National-garde, der akademischen Legion und der Mobilen in der Staltbnrgeinzufinden hätten, um einfach mitja" odernein" abzustimmen,ob Kapitulation oder Fortsetzung des Kampfesmit allen seinenunabsehbar schrecklichen Folgen" stattzufiuden habe;welche Com-pagnie keinen Vertrauensmann sende", hieß es in der KundmachungMessenhauser's,von dieser werde angenommen, daß sie mit derUebergabe der Stadt unter den obwaltenden Verhältnissen einver-standen sei". Im Schoße der bewaffneten Corps fanden nun dieleidenschaftlichsten Berathungen statt '^). Die Einen waren, bei dervon Messenhauser nachgewiesenen Unmöglichkeit die Stadt länger zuvertheidigen, für die Waffenstreckung; die Andern eiferten dagegen,warfen mit den SchlagwortenFeigheit",Schmach",Verrath" herum,verwiesen auf die nahe Hilfe der Ungarn. Denn neuerdings hattensich dunkle Gerüchte von der Annäherung Moga's verbreitet; dieProletarier auf der Augnstinerbastei wollten mit freiem Auge unga-rische Heerhaufen bei der Spinnerin am Kreuz wahrnehmen; es waraber nur die Bedeckung der kaiserlichen Geschütze, die schon seit Tagendort standen. Unter der Menge fand das Gerede schnellen Glauben,