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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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258 H- Allgemeiner Angriff am 28. Ocioder

Bau einer mannshohen Barricade herabwerfen, auf der er unter deinVivatrufen der Soldaten seine Feldbinde als Banner aufpflanzte.Eine durch stillschweigendes Nebereinkommen znstaudegekommene augen-blickliche Waffenruhe wollte Ningelhanu benützen, die Aufständischenzum Ablassen von fernerem nutzlosen Widerstande zu bewegen; dochSchüsse von allen Seiten antworteten ihm. Wuthentbrannt nahmenseine Grenadiere den Kampf wieder auf und drangen, von ihremschwer verwundeten Hauptmann angefeuert, zum Sturm gegen einvon Schützen besetztes Haus vor, während die Schönhalser zwei Bar-ricaden in der Gärtnergasse in raschem Anlauf nahmen und die links-seitigen Häuser der Fuhrmannsgasse besetzten, um die aufständischenScharfschützen des gegenüberstehenden Odeons in Schach zu halten.Um dieselbe Zeit, nach 3 Uhr N.-M., war auch ain Donau-Canal dasHanpthinderniß der Vorrückung beseitigt. Eine Haubitze schlug indie seitwärtige Bretterverkleidung der Barricade am Ausgange derFranzeusbrücke ein, das Holzwerk fing Feuer, das rasch um sich griffund die Vertheidiger zwang auf ihre Rettung bedacht zu sein. Siezogen eine ihrer Kanonen nach der andern auf das rechte Ufer undbegannen von dort auf die Kaiserlichen herüber zu feuern, ohne ihnenbesonderen Schaden zuzufügen; denn die Gränzer benützten die Räumeeines ausgebrannten Gebäudes, um ihre Geschütze zu bedienen, diesie dann rasch vorführten und, nachdem sie eine Ladung Granatenund Shrapnells aus die Aufständischen hinübergesandt, wieder inSicherheit brachten. Gramont sandte Abtheilungen seiner Truppenmit einigen Geschützen vor, von denen die Franzensalleegasse in ihrerganzen Ausdehnung besetzt und nach Wegnahme mehrerer kleinererBarricaden die Hafeneder-, Magazin- und Mayergasse am südöstlichenEnde der Jägerzeile genommen wurden.

Jetzt glaubte General Frank den Zeitpunkt gekommen, einen ent-scheidenden Sturm gegen die Kirchen-Barricade unternehmen zulassen. Major Schneider mit seinen Schvnhalsern, Grenadiere vonKaiser und Schönhals rücken von neuem durch die Praterstraße vor.Ein mörderisches Feuer empfängt die Truppen, tue von ihren Ossi-cieren zu muthiger Ausdauer angeeifert werden.Vorwärts, Schön-hals ! Vorwärts erste Compagnie!" ruft Hauptmanu Theobald, der,bereits an der 'rechten Hand verwundet, den Säbel in der linkenführt. Ein Häuflein Unerschrockener folgt ihm, das ein dichter Kugel-