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II. 15. Beschluß engeren Einschließcne- der Stadt.
und die Auen des Praters lag sie noch offen. Auch am rechten Uferbefanden sich die der Linie nächstgelegenen Ortschaften noch großen-theils in den Händen der Aufständischen, welche die Vortruppen derkaiserlichen Aufstellung vielfach beunruhigten. Es war da ein fort-währendes Plänkeln, das den Truppen manchen Schaden zusügte.Als am 25. General Chizzola eine Abtheilung Ficquelmont-Dragonerunter Lieutenant Bischhofshausen anssandte, die Gegend um denLerchenfelder Friedhof auszuknnden, wurde diese von einem lebhaftenKleingewehrfeuer vom Linienwalle empfangen und mußte sich mitVerlust von 2 Mann und 3 Pferden znrückziehen. Das meiste Pulververschossen die Aufständischen bei der Nnßdorfer Linie obgleichdie schlecht gezielten Schüsse ihrer Kanonen im allgemeinen wenigSchaden anrichteten. Die Bewohner von Döbling waren daran baldgewohnt, gingen, die in gerader Richtung zum Linienthor führendeHauptstraße meidend und sich an die Häuser drückend, ihren Ge-schäften nach und trugen den auf Stroh gelagerten Soldaten Eß-waaren von allen Seiten zu. Dennoch hatte das fortwährendeFeuern seine unangenehmen Seiten. Die Döblinger hatten dreiLandhäuser zu Nothspitälern hergerichtet; die Verwundeten erfuhrendie sorgfältigste Pflege und die Doctoren Jäger und Romeo Selig-wann leisteten, während die Kugeln an ihnen vorbei sausten oderüber ihre Köpfe wegflogen, unverdrossen und unerschrocken ihrenBeistand. Ruhe vor den Geschossen der Aufständischen hatte mannur in den entfernteren Spitälern, wie in Klosterneuburg, Nnßdorf.
Um die Truppen aus jener unvortheilhaften Lage zu bringenund zugleich dem ziellosen, dabei aufreibenden und ermüdenden Ge-plänkel ein Ende zu machen, gab der Feldmarschall am 25. denBefehl, die Aufständischen auf allen Punkten in die Stadt zurückzu-drängen, die Wien zunächst gelegenen Ortschaften, soweit dieß nichtschon geschehen war, zu entwaffnen und auf solche Weise die Stadtbis hart an die Umwallung abzusperren; die Generale sollten dieAufständischen vorerst auffordern, sich hinter die Linien zurückzuziehen,widrigens die kaiserlichen Truppen zum Angriff schreiten würden.Um am linken Ufer des Canals die Einschließung zu vollziehen, wareine evmbinirte Bewegung der Truppen Namberg's und Whß' undjener des Banns nothwendig, welcher letztere einen Theil seinerStreitkräfte in den Prater werfen und von dieser Seite suchen sollte,