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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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I. 9. Jenseits der Leitha.

Rukavina den Belagerungszustand, und die Garnison sprach in einerfeierlichen Kundmachung ihren Entschluß aus,Temesvür, insolangdie allgemeine Wirrnis nicht vollkommen geordnet und eine feste, aufunerzwungene Gesetze basirte Regierung hergestellt ist, an niemand zuübergeben, hierüber von niemand" Befehle anzunehmen, sondern dieseswichtige Bollwerk dem Monarchen und der Dynastie mit Anwendungaller zu Gebote stehenden Mittel, mit Blut und Leben bis auf denletzten Mann zu erhalten'''"').

Gleich Arad befand sich auch Temesvür mitten in Feindesland.Selbst unter den Augen der Militär-Behörde erklärte das katholischeConsistorium von Csanüd den Schritt derselben fürungesetzlich",bezeichnte ihn alsdie Temesvürer Militär-Rebellion", verwies dieWillkür und Eigenmächtigkeit der Soldatesca". Allein der Zorn derKossuth - freundlichen geistlichen Herrn focht weder den greisen Ruka-vina noch den jungkräftigen Leiningen an, die unbeirrt die geeigne-ten Anstalten trafen, die Vertheidigungsmittel der Festung und Er-haltungsmittel ihrer Besatzung in jeder Weise zu stärken. Manversah sich aus dem Lande ringsum niit Heu und Hafer, mit Kartoffelnund Fleisch, das für den Fall einer Belagerung eingesalzen und ein-lagert wurde. Nach der Entwaffnung der städtischen Bevölkerungging es an die der nächsten Umgebung, und dann in immer weiterenKreisen bis Klein-Becskerek, Billet u. s. w wobei das Militär zugleichbedacht war, den kaiserlichen Manifesten und Proclamationen Kenntniß-nahme und Verbreitung zu verschaffen. Die Aushebung von Recru-ten auf die Zeit von sechs Monaten ging trefflich von statten; dieSöhne der besten Bauern ließen sich abstellen, in Gyarmata alleinschwuren 97 rüstige Bursche zur Fahne. Binnen wenig Tagen hatteman 1500 Neulinge beisammen; man hätte deren Anzahl ohne Müheauf das doppelte und dreifache bringen können, wenn es nicht ander nöthigen Ausrüstung gefehlt hätte. Fünfthalb Batterien wurdenin Stand gesetzt, bei denen aber, da nur 80 Kanoniere der Garnisons-Artillerie zur Verfügung standen, die Mnsikbande von Leiniugen-Jnfanterie aushelfen mußte.

Alles das geschah auf einem Gebiete von einer Stunde, höchstensanderthalb Stunden im Umkreise der Festung. Jenseits desselben,gegen Osten bis an die siebenbürgische Gränze, nordwärts bis unterdie Wälle von Arad, nach Westen bis an die Marken des Steirer-