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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Mangel an Disciplin.

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beim ersten, den Messenhauser erschießen lasse, würden sie ihn selberanfknüpfen. Aber so wie die Drohung des Ober-Commandanten, trotzhundertfältigem Anlaß dazu, nie vollzogen wurde, so kamen auch dieMobilen nicht dazu, die ihrige zu erfüllen. Kampfeslust und Toll-kühnheit fehlten in ihren Reihen nicht; im Gegentheile, sie waren zuallem entschlossen, was den vorhandenen Zustand in die Länge zie-hen konnte, mochte auch die Stadt darüber zu Grunde gehen. Alsman in den letzten Octobertagen einem Arbeiter an der HernalserLinie bemerkte, die hartnäckige Fortsetzung des Kampfes bringe dieganze Vorstadt in's Verderben, entgegnete er mit wildem Trotz:Was liegt mir daran^ ich habe weder Hans noch Bett zu verlieren!"In der That schien diese gefährliche Entschlossenheit der Mobilen indemselben Grade zuzunehmen, je näher die Entscheidung rückte undje zahlreicher auf allen andern Seiten die Wahrzeichen um sich grei-fender Entmuthigung oder zurückkehrender Besonnenheit wurden. Letz-teres war selbst bei den bessern Elementen der Arbeiter der Fall,wie z. B. bei jenen der großen Maschinenfabrik des Gloggnitzer Bahn-hofs, die um den 20. October fast ausnahmslos ihre gewohnte Be-schäftigung wieder aufsuchten, so daß die Direction alle Werkführereinberief und schon den Tag zum Neubeginn der früheren Thätig-keit festsetzte. Für die unter einem großen Theile der Bürgerwehrherrschende Stimmung war die Meldung bezeichnend, die eines Tages,am 23., im Studentenausschüsse gemacht wurde: daß mehrere Gar-den ihre Gewehre ins Versatzamt getragen und Leihbeträge darauf inEmpfang genommen hätten; es erging deshalb an die Direction jenerAnstalt die Weisung, auf Zumuthungen solcher Art nicht mehr ein-zugehen. Als die Pulvervorräthe im Zeughause sichtlich schwanden,wurde von den Führern der Bewegung laut der Verdacht ausge-sprochen, an vierzig Centner seien durch gefälschte Anweisungen, Ver-schleuderung und andere Manoeuvres abhanden gekommen, vernichtetoder versteckt worden. Diese und ähnliche Tagesmeinungen mochtengegründet sein oder nicht, immer waren sie ein Beweis, ans wieschwachen Füßen das Zutrauen stand, das die Aufständischen zu ihrereigenen Sache hatten °'). In den letzten Octobertagen wurde dieKlage allgemein, daß die Commandanten da, wo sie am meisten zubrauchen waren, entweder ganz fehlten oder daß sie, während sie dieMassen der Arbeiter und Proletarier in's Feuer schickten, ihre eigene

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