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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Gemeinderath.

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erwählt worden, welcher letztere in der zweiten Hälfte Oktobers fastausnahmslos den Vorsitz führte. Stifft war ein junger Mann vonausgesprochenem Talent und großer Rednergabe; Fröbel stellte ihn indieser Hinsicht dem On. Tausenau an die Seite und bezeichnet« beidenicht bloß alsdie bedeutendsten Redner, sondern überhaupt die be-deutendsten Männer", die er in Wien kennen gelernt. Stifft gehörteder entschieden liberalen Richtung an; er verstand es, wie sich dieBilder aus Oesterreich" ausdrücken,ein halbes Schock erfahrenerZopfe zu einem Leitseil zusammen zu binden, mit dem er die ganzeehrwürdige Körperschaft nach Gefallen lenkte." Doch in dieserehr-würdigen Körperschaft" waren der sogenanntenZöpfe" so viele, daßselbst der geschickteste Präsident am Ende, statt selbst zu ziehen,sich ziehen lassen mußte. Zu dem gehorsamen Pagodenthum, dasden Sitzungen in der Winterreitschule einen so stillfriedlichen Charakterverlieh, bildeten jene des Gemeinderathes einen achtenswerthen Ge-gensatz. Zwar waren auch hier trotz aller Einmahnungen und Auf-forderungen die Bänke nicht vollzählig besetzt^'); allein der größereTheil der Stadträthe hielt wacker auf seinem Posten aus, und inder Schaar dieser ausharrenden waren es wieder die mehreren, die,den überspannten Ansichten einiger Brauseköpfe gegenüber, mit ihrenbesten Kräften für das Wohl ihrer Vaterstadt, für die Abwen-dung der sie bedrohenden Gefahren wirkten. Mitten in den ärg-sten Octoberstürmen wurden von dieserBlüthe der Gutgesinnten",von diesemSenat von Grauköpfen", wie sie spottweise von denStürmern und Drängern genannt wurden, Anträge gestellt und ver-fochten, die sich in der Winterreitschule der Muthigste nicht vorzu-bringen getraute. Freilich waren diese Anträge zahm genug. Alleindas Beispiel unumwunden offenen Auftretens hätte in den früherenMonaten gegeben werden müssen, wo es noch nicht so weit gekommenwar. Wie im October die Sachen standen, konnte die WienerStadtbehörde kaum mehr thun, als jeden Anlaß benützen, um nurärgeres Uebel zu verhüten. Der Gemeinderath unterließ gleich nachdem 6. October nicht, auf die Gefahr hinzuweisen, die aus derPlünderung des Zeughauses entspringen müsse. Nachdem einmalvom Reichstagsausschuße die Vertheidigung der Stadt Wien be-schlossen, war das unausgesetzte Bestreben der Stadtbehörde dahin ge-richtet, jedes angriffsweise Vorgehen gegen die kaiserlichen Truppen