Druckschrift 
3 (1844) Nubien und Sudan
Entstehung
Seite
337
Einzelbild herunterladen
 

337

wenn die Dromedare fraßen, blieb man, aus Furchtvor einem jählingcn Ueberfall, darauf sitzen. Daßübrigens alle Gegenden, die Giovanni sah, so wiewahrscheinlich der größte Theil der Halbinsel Meroö(in Bestätigung dessen, was ich bereits bei Gelegen-heit meiner eignen Ercursioncn bemerkte) in alterZeit cultivirt, folglich auch bewässert, von Handels-straßen durchzogen, voll blühender Orte und zahlreichbewohnt waren, leidet fast keinen Zweifel. Wasjetzt Wüste ist, bedürfte nur Menschen, Industrie undKapital, um von neuem eine reiche Provinz zu werden.

Was nun die Lage von Mandera betrifft, soglaube ich, nach allen durch meinen Dragoman sowie durch die Eingebornen erhaltnen Notizen, daßes um einen halben Grad südlicher und auch öst-licher placirt werden muß, als es auf den Kartenvon Caillaud und Nüppel (nach welchen alle übri-gen meist copirt sind) ") angegeben ist, seine wahre

*) Man vergesse nicht, zu welcher Zeit dies geschriebenwurde, da seitdem, namentlich durch Zimmermann's Karte vonMittelasrika, gewiß ein großer Fortschritt erlangt worden iss.Demohngeachtet erben sich auch hier noch bedeutende Jrrthümerim Detail fort, wovon der Augenzeuge sich leicht überzeugenkann. Es freute mich, auf dieser ganz neuen Karte zum ersten-Mehemed Ali's Reich, III, 22