Ich glaubte nur eine halbe Stunde in Ouad-Medina zu verweilen, und dann so schleunig alsmöglich meinen Weg weiter fortzusctzcn. Es kommtaber säst immer anders in der Welt, als man denkt,weshalb ich es schon längst aufgegcben habe, scstePläne für irgend etwas zu machen, und meine jetzigelangwierige Reise giebt davon das beste Zcugniß,da ich, als ich sic begann, nur eine Ercursion vondrei Monaten beabsichtigte, und jetzt bereits im viertenJahre in zwei Weltthcilcn umhcrirre. Auf ähnlicheWeise ward Ouad-Medina, grade am Beginn desdreizehnten Breitegradcs, (bis auf eine später unter-nommene kurze Ausflucht zu Lande bis zum Zusam-menfluß des Dcnder mit dem blauen Flusse in deralten Provinz Sennar) der letzte Hauptpunkt, biszu dem ich diesmal vordrang. Doktor Koch, derschon seit einigen Tagen über Unwohlscyn klagte,bekam am Abend das Fieber des Landes mit denbedenklichsten Symptomen, was ihn zwang, sich zueinem hiesigen italienischen Apotheker, mit NamenBartolo, bringen zu lassen, um dort wo möglichHülfe und Pflege zu finden. Ich mochte ohne ihnnicht gern allein weiter gehen, und da mir ohnedem
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