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3 (1844) Nubien und Sudan
Entstehung
Seite
270
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sanft die Fcdcr aus der Hand zog, mit der Miene,als wolle er selbst ein postseriptum hinzusctzcn, wasallerdings mein Werk zu einer der unschätzbarstenSeltenheiten gestempelt haben würde. Der Boshaftesah mich aber nur mit unwiderstehlich komischemErnste an, blinzelte heftig mit den Augen, zerkautedann hastig die Feder und warf sie in die Ecke derCajüte! — wahrlich eine bittre Satyre! Aber Au-toren sind unverbesserlich, selbst wenn Affen sich dieMühe geben, sic zu rccensiren. Und so ward diezerkaute Feder bald mit einer neuen vertauscht, derHimmel gebe mit des Lesers nachsichtiger Geneh-migung.

Um drei Uhr Nachmittags ließ das Unwetterendlich in so weit nach, daß wir mit großer An-strengung der regnirirten Leute wieder flott wurden.Die Ufer blieben noch flach und unbedeutend, obwohlöfter als gestern mit niedrigem Buschwerk eingefaßt.Doch sah man über die weißen Sandflächcn fort-während tiefe Wälder in der Ferne. Wir'bemerk-ten wenig Dörfer, sahen aber häufig große Hccrdcnvon Ziegen, und auch eine Heerde von vielen hun-dert Kameclcn zur Tränke an den Fluß kommen,