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Am neunten Mai schifften wir grö'ßtentheilsdurch kahle Saudufer, die Wälder hatten sich inweitere Ferne zurückgezogen. Abends zeigte sichein Nilpferd ziemlich nahe unsrer Barke, blieb abernicht lange sichtbar. Ein frischer Wind schwelltehäufig unsre Segel, und die Hitze war nur gclind,so daß im Ganzen die Fahrt angenehm zu nennenwar. So bequem dieses Fahren auf dem Flusseindeß in vieler Hinsicht ist, so bleibt es doch fürden Wißbegierigen immer weit undankbarer, alsdas Reisen zu Lande. Die Abwechselung fehlt, mansicht den langen Tag über zu wenig, und reist fastwie ein Engländer, der seine Tour durch Europain der Postchaise macht. Dieser verkehrt dabei we-nigstens noch mit Gastwirthen, wir nur mit Kroko-dillen und Hippopotamcn. Man sollte wenigstensimmer ein paar Esel in der Kangschc mit sich füh-ren, um an interessanten Stellen ohne Zeitverlusteine gelegentliche Landtour vornehmen zu können,denn das zu Fuß Gehen, besonders während derTageshitze, fängt an unthunlich für uns zu werden.Man fühlt sich zu matt, und jede Erhitzung drohtGefahr, um so leichter vielleicht, da durch das