ernährt wird. Außerdem aber treibt dieser Prinznoch einen sehr einträglichen Handel mit — jungenEunuchen. Seine Hoheit geruhen sogar, nebst sei-nem Herrn Sohne, zu ihrem besonder»! kaiserlichenZeitvertreib den größten Theil der dazu nöthigenOperationen selbst zu verrichten. Diese Operationfindet folgendermaßen statt. Das beklagenswertheOpfer (meistens Kinder) wird in frischen Sand ein-gegrahen. Blos der Kopf und die zu operirendenTheile bleiben frei. Die letzten! werden dann durcheinen Mcsserschnitt vollständig vom Körper getrennt,und die Verblutung durch schnell darüber gegossenes— siedendes Blei gestillt. Nach 40 Tagen ist Alleswieder geheilt, und es muß unS fast unbegreiflichscheinen, ist aber vollkommen wahr, daß trotz dieserbarbarischen Behandlungswcise in der Regel kaumzwei von zwölfen daran sterben. Noch schauder-hafter als dies war cs mir, von Herrn Holroy zuhören, daß kürzlich ein Europäer, der den Sklaven-handel dort als Spekulation treibt, dem Sultanfünfzehn von ihm erkaufte Kinder zur Operationmit dein Beding verhandelte, daß ihm, statt desGeldpreises, fünf davon als Eunuchen, gesund und
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