26. Kapitel.
Da zahlreiche Kongreßmitglieder den Wunsch geäußert hatten, sicheingehender davon zu überzeugen, daß tatsächlich die anscheinend sowunderbare harmonische Organisation des gesamten wirtschaftlichen Ge-triebes in Freiland nichts anderes, als das selbstverständliche Ergebniswohlberatenen und wahrhaft freien Eigennutzes sei, wurden die Sitzungendes Congresses für zwei Tage unterbrochen und diese dazu benützt, umeine Reihe größerer Edenthaler und Danastädter Gewerke zu be-sichtigen und bei diesem Anlasse im Wege des Gedankenaustausches mitden sich zu diesem Behufs bereitwilligst zur Verfügung der fremdenGäste stellenden Direktoren der fraglichen Anstalten sowohl, als desLeiters der freiländischen Centralbank alle etwa auftauchenden Zweifelgründlich zu erörtern.
Das erste Bedenken, welches geltend gemacht wurde, betraf die Frage,woher denn all die zahllosen Arbeiter allesamt die erforderliche Sach-kenntnis und Intelligenz hernähmen, um jederzeit genau beurteilen zukönnen, wo man ihrer gerade am nötigsten bedürfe. „Sie haben," someinte einer der Besucher, „eine allumfassende, pünktliche Statistik, diejede Regung Ihres wirtschaftlichen Lebens mit peinlichster Genauigkeitverzeichnet — sehr wohl; aber welch hohes Verständnis gehört dazu,um sich in einer solchen Statistik zu orientieren!"
„Dazu gehört in Wahrheit ein überaus bescheidenes Maß von Ver-ständnis, kein höheres, als es bei jedem vernünftigen Menschen ohneweiteres vorausgesetzt werden kann," war die Antwort. „Denn keinArbeiter braucht sich um anderes zu kümmern, als lediglich um den aufdie einzelne Stunde seiner Arbeit entfallenden Ertrag. Hätten wir keinenfreien Markt, auf welchem Angebot und Nachfrage die Preise regeln,so wäre es allerdings eine nicht bloß schwierige, sondern eine in