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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
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ordimng kein Recht hätten, darüber Klage zu führen, daß man sie nichthätte zu Worte kommen lassen. 68 Nationen waren zur Teilnahmeam Kongresse geladen worden; die Anzahl der zu entsendenden Dele-gierten blieb dem Belieben der Geladenen überlassen, nur wurde gebeten,die Zahl von je zehn Abgesandten nicht zu überschreiten; thatsächlichwählten die 68 Länder insgesamt 425 Delegierte, was mit den 12 amKongresse gleichfalls teilnehmenden Chefs der freiländischen Verwaltungeine Gesamtzahl von 437 Kongreßmitgliedern ergab.

Am 3. März des 26ten Jahres nach der Gründung von Freilandversammelte sich der Kongreß im großen Saale des Edenthaler Volks-palastes. Auf der Rechten saßen die Zweifler an der allgemeinen Durch-führbarkeit der im Zuge befindlichen Reformen, im Centrum die An-hänger Freilands, auf der Linken die Radikalen, denen die gewaltsamstenMittel die besten schienen. Den Vorsitz führte der Chef der freilän-dischen Präsidialabteilung, welches Amt seit Gründung des Gemeinwesensununterbrochen Dr. Strahl verwaltet hatte. Wir lassen nunmehr denVerlauf der fünftägigen Diskussion auszugsweise an der Hand derSitzungsprotokolle folgen.

Erster Verhandlungstag.

Der Vorsitzende begrüßt namens des freiländischen Volkes dieauf dessen Einladung herbeigeeilten Abgesandten der sämtlichen Bruder-nationen der Erde und fährt dann fort:

„Um einiges, wenn auch nicht gerade strenges und starres Systemin den Gang der Beratungen zu bringen, schlage ich vor, daß wir vonAnbeginn eine gewisse Reihenfolge der zu behandelnden Fragen fest-stellen; Abschweifungen von dieser Reihenfolge werden vielleicht nichtimmer zu vermeiden sein; aber als nützlich dürfte es sich für alle Fälleerweisen, wenn die Redner zum mindesten das Bestreben zeigen, mög-lichst nur zu dem gerade in Verhandlung stehenden Gegenstände zusprechen. Um die Diskussion dieser Formfrage abzukürzen, hat die frei-ländische Verwaltung sich erlaubt, eine Art Tagesordnung auszu-arbeiten, die Sie annehmen, amendieren oder auch verwerfen können;die in diese Tagesordnung anfgenommenen Beratungsstoffe sind jedoch,wie ich sofort bemerken will, nicht unserer hierortigen Initiative ent-sprungen, sondern wurden uns von den Führern der verschiedenen aus-ländischen Parteien als näherer Aufklärung bedürftig bezeichnet; wirunserseits begnügten uns damit, System in diese uns vorgelegtenFragen zu bringen. Wir schlagen also folgende Reihenfolge der Ver-handlungsgegenstände vor;

1. Wie erklärt sich die Thatsache, daß es im geschichtlichen Ver-laufe vor Gründung Freilands noch niemals gelungen ist, ein Gemein-