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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
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Massaua fleißig kreuzen ließ, um die vermeintlichen 6 Postdampfer, wennsie vor Suez etwa rechtzeitig kehrt machen sollten, diesmal nicht ent-schlüpfen zu lassen.

Am 22. nachmittags erschien unsere Flotte vor Suez, griff die denKanal bewachenden abyssinischen Schiffe unverzüglich an und bohrtedrei derselben nach kurzem Gefechte in den Grund. Die anderen, darunterdrei Panzerfregatten, liefen auf den Strand, wo die Bemannung vonden ägyptischen Truppen gefangen genommen wurde. Denselben Ägyp-tern lieferte unser Admiral auch die aufgefischten abyssinischen Matrosenund Seesoldaten provisorisch ans, wandte sich sofort wieder nach Südenund langte am 24. September vor Massaua an.

Dort war unser Landheer inzwischen unthätig geblieben; wir wußten,daß das Eingreifen unserer Schiffe genügen werde, die Feste in kurzemWege zu Falle zu bringen. Als jene auf der Höhe von Massaua er-schienen, näherten sich ihnen einige kleinere abyssinische Kriegsfahrzeuge.Wenige Schüsse jagten sie in die Flucht und nun erst begriff der Negusdie Situation. Zwar hoffte er noch immer, mit unseren Schiffen fertigzu werden; die schreckliche Wirkung der ersten Lagen aus unseren Riesen-geschützen belehrte ihn und seine Admiralität eines Besseren. Vor denherandampsenden schwerfälligen Panzerkoloffeu stetig zurückweichend gabenunsere unerreichbaren Vernichtuugsmaschinen ihre Geschosse ab und zweider Fregatten sanken in die Tiefe, bevor nur eine abyssinische Kugelein freiländisches Schiff getroffen hätte. Nun wandten sich die Abyssinierzum Rückzuge, aber die Unseren blieben ihnen — stets in der gleichenunnahbaren Distanz — auf den Fersen und bevor die feindliche Flotteden Hafen erreicht hatte, fuhr ein drittes Panzerschiff zu Grunde.Doch im Hafen fanden sie so wenig Sicherheit, als auf offenem Meere;die schrecklichen Panzerzerschmetterer sandten Kugel auf Kugel hinein;ein viertes Schiff versank und ein fünftes; gleichzeitig hämmerten unsereRiesengeschosse zermalmend an den Steinquadern der Hafenbastionen —wir erwarteten jeden Moment die weiße Fahne, das Zeichen der Er-gebung, in Massaua flattern zu sehen. Statt dessen machte der Negus,die Unhaltbarkeit der Feste einsehend, Plötzlich einen verzweifelten Aus-fall, um sich in die Berge durchzuschlagen. Doch nur unsere äußersteVorpostenkette gelang es ihm zu durchbrechen; vor der ersten frei-ländischen Linie angelangt, brachten einige Salven den Ansturm derSeinen zum Stehen, ihm aber den Tod. Die Abyssinier warfen dieWaffen weg, der Krieg war beendet.

Hiermit schließen die freiländischen Briefe unseres neuen Lands-mannes Carlo Falieri an seinen Freund, den Architekten Luigi Cava-lotti. Die beiden Freunde haben inzwischen den Aufenthalt getauscht;Cavalotti ist zu uns nach Freiland übersiedelt, Falieri dagegen wurde,

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