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spätere historische Aufzeichnungen nutzbar zu machen. Auch vonden letzteren selbst sind schon jetzt nicht wenige Stücke gefunden.Neuere Untersuchungen lassen es als sehr wahrscheinlich er-scheinen, daß die offiziellen Geschichtsschreiber des Königs dieSammlungen der Bibliothek auf ganz ähnliche Weise benutztenwie wir heutzutage etwa die eines Archivs, und daraus ihreBerichte über die glorreichen Feldzüge und mächtigen Bautender Herrscher zusammenstellten. Aus diesen auf Thontafeln mitfeiner Schrift ausgezeichneten „Konzepten" sind dann offenbarkleinere oder größere Theile dem Steinmetzen zur Anfertigungder Prunkinschriften an den Wänden der Paläste als Vorlagemitgetheilt oder vielleicht geradezu in den Meißel diktirt worden.Auch die Abfassung der erwähnten Thoncylinder und Thon-prismen wird auf ähnliche Weise zu erklären sein. Von derAufzeichnung der Begebenheiten der Gegenwart zu der der ver-gangenen Geschichte war dann nur ein Schritt: die auch inBabylonien und Assyrien häufig genug dokumentirte Vorliebeder Regenten, ihr Geschlecht von alten mächtigen Königsfamilienhcrzuleiten, mag dazu die nächste Veranlassung gegeben haben.Von den ältesten Statuen, von kleinen, sogenannten „Nagel-cylindern" oder „Terracotta-Kegeln", von Siegelringen undSiegelwalzen, von Lteatito- und Alabaster-Steinen, insbesondereaber von den mit Stempeln bedruckten Backsteinen, den gleich-falls beschriebenen Stützsteinen für die Thorangeln und den miteiner Gründungsurkunde versehenen Grundsteinen der Tempelund Paläste trugen die „Reichs- und Hof-Historiographen" zu-sammen, was immer sich an historischen Daten und Thatsachenfür die alte und älteste Geschichte Mesopotamiens finden ließ.
In dieser Hinsicht sind in neuester Zeit besonders werth-volle Entdeckungen gemacht worden.
Wie in Griechenland nach den Archonten, in Rom nachden Konsuln, so war auch in Assyrien, nachweisbar seit dem
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