_37
Bemalung. Fiülxer einzeln in der Schlosskapelle zu Krau-chcnwies aufgehängt, wohin sie von Pfullendorf gekommensein sollen, wurden sie im Jahre 1857 von Prof. AndreasMüller in Düsseldorf restaurirt und zu je vieren in zweigrossen Rahmen vereinigt. Sämmtliche haben statt derLuft gemusterten Goldgrund ; Maria, Anna, Elisabeth, Chri-stuskind und die Apostel haben goldene Heiligenscheine.Das Gewand der Maria ist durchgehends blau, sowohl Ober-ais Unterkleid, mit gelbem Unterfutter, Joseph, der zwei-mal auftritt, ist roth gekleidet. Der hohe Priester, derebenfalls zweimal voxkommt, hat ein weisses Unterkleid,grünes, gemustertes mit Pelz verbrämtes Oberkleid undgi ünen, mit Perlstickerei eingesäumten Mantel, gelbesKopftuch und grüne, perlgestickte, rothgefütterte Mitra mitgoldener Agraffe. Joachim und Anna kommen dreimal vor.Der erstere hat blaue Kleidung mit rother Zipfelmütze;auf der ersten Darstellung trägt er überdies einen giün-gefütterten, rothen Mantel. Anna hat braunes Unterkleid,rothen Mantel und weisses Kopftuch.
S. Verhandlungen des Vereins für Kunst und Alterthumin Ulm und Oberschwaben 1846, pag. 24. Eggeis, Deut-sches Kunstblatt 1857, pag. 249. Waagen, Handbuch derdeutschen und niederländischen Malerschulen, I. pag. 187.
Holz, li. je 1,02, b. 0,70 M.
Ebner Nr. 8—15.
(1212, 1213)
132. Begegnung Joachims und Annas. Joachim ist eilendenFussos rechts herangekommen und umarmt Anna, die ihnlinks an der goldenen Pforte erwartete. Im HintergrundJerusalem und bergige Landschaft.
133. Geburt Maria’s. Anna liegt in ihrem mit Vorhängen ver-sehenen Bette, eine Frau in blauem Kleide mit weissemKopftuch links herankommend, reicht ihr einen TellerSuppe. Rechts im Vordergrund sitzt die Hebamme inrothern Kleid mit hellgrünem Unterfutter, mit nacktenBeinen, das neugeborene Kind in den Händen, im Begriffe,dasselbe in das Bad zu thun, welches links eine junge Frauin rothern Unterkleid und hellgrünem Oberkleid eben bereitet.