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4 (1865) Indische Nachrichten und geschichtliche Bruchstücke ; Leben und Charakteristik Arrian's
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die Flüsse, ihre Ufer überschreitend, die Ebenen mit Wasser füllen.Was dagegen von ihnen an höheren und erhabenen Punkten, haupt-sächlich auf eigentlichen Anhöhen erbaut sei, das sei aus Ziegeln undLehm gemacht: die größte Stadt der Inder aber heiße Palimbothra^),im. Lande der Prasier, am Zusammenfluß des Erannoboas und desGanges, deS größten unter den Flüssen; der Erannoboas aber dürftewohl der dritte unter den indischen Flüssen sein, ist aber ebenfallsgrößer, als die Flüsse anderswo; doch tritt er mit seinem Namen ge-gen den Ganges zurück, nachdem er sein Wasser mit diesem vereinigthat. Weiter sagt Megasthcncs, in die Länge erstrecke sich die Stadtaus beiden Seiten, wo sic in der längsten Ausdehnung angelegt sei,auf achtzig Stadien*), die Breite aber auf fünfzebcn**); ein Gra-ben sei um die Stadt gezogen sechs Plcthre» breit***), und dreißigEllench) tief; Thürme befasse die Mauer fünfhundert und siebzig, undThore vier und sechzig. Auch das sei etwas Großes in Indien, daß^ alle Inder frei und nickt ein Inder Sklave sei^), und hierin treffendie Lacedämonier und die Inder mit einander zusammen. Bei denLacedämoniern übrigens sind die Heloten wenigstens Sklaven undmüssen die Dienste von Sklaven verrichten^); bei de» Indern aberist nicht einmal ein Anderer, geschweige ein Inder, Sklave.

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Eingetheilt sind sämmtlicheInder überhaupt in sieben Stämme").Einen derselben bilden die Weisen^), an Zahl zwar den übrigennachstehend, an Geltung und Ehre aber die Vornehmsten. Dennweder liegt ihnen eine Nöthigung ob, irgend eine körperliche Arbeitzu verrichten, noch von dem, was sie erarbeiten, Etwas an daS Ge-meinwesen abzutragen, noch haben überhaupt diese Weisen sonst eineVerpflichtung auf sich, als den Göttern für den Staat der Inder dieOpfer darzubringcn. Und wenn auch Jemand für sich opfert, so

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