Das Porträt.
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trifft sein Tadel Lessing nicht in besonderer Weise; auch vor ihm undnach ihn: hat es einige Leute gegeben und giebt deren noch, welchender Hermes des Praxiteles oder die Sixtinische Madonna höher stehen,als das vollendetste Porträtbild.
Wenn es mir, wie ich hoffe, gelungen ist zu zeigen, daß auchvon dem Begriffe der Wahrheit ausgehend wir wohl zu einer Ver-mehrung der Anzahl der Kunstrichtungen und der Mannigfaltigkeitihrer Kombinationen gelangen, aber keineswegs zu einer wesentlichenund durchgehenden Trennung, daß vielmehr alle die Gegensätze einemund demselben Versöhnungspunkte zustreben, welchen wir bald alsHöhe der Kunst, bald als vollendete Schönheit bezeichnten: so dürfenwir nun als Resultat anssprechen, daß das Gesetz der Schönheit,so wie es Lessing ausgestellt, sich als völlig siegreich er-wiesen hat.
Der einzige Augenblick.
XXX.
..Körper mit ihren sichtbaren Eigenschaften" die Gegen-stände der Malerei.
Die Erkenntniß der Mängel und Nachtheile, welche sich aus demfragmentarischen Zustande des Laokoon ergeben, hat uns genöthigt,zunächst Lessings vorläufiger Ankündigung des Gesetzes der Schönheitdie Begründung hinzuzufügen. Von dem Inhalt des Laokoon selbst,so weit derselbe sich auf die bildende Kunst bezieht, haben wir dabeiallerdings auch schon einen Theil fester begründen und gegen unge-rechtfertigte Angriffe sicher stellen können, jedoch nur unvollkommen,da wir das eigentliche Fundament, welches Lessing seinen Sätzen giebt,noch so gut wie gar nicht in den Kreis der Betrachtung gezogenhaben. Mit diesem Fundament, der Begrenzung des Kunstgebietesaus den Mitteln und der Art und Weise der Nachahmung