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Lessings Laokoon und die Gesetze der bildenden Kunst
Entstehung
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Der Nachlaß.

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18 sB. 0, 2j; 19 sB. 0, 3); 21 sB. 0, 6s) 23 sB. 8, 8. 12. 40j)endlich aus einer französischen Uebersetzung der Vorrede (8, 30).Und dazu kommen noch einige Artikel der sogenannten HamburgerCollectaneen (17681774)/) sowie der Inhalt eines Briefes anFr. Nicolai vom 26. Juni 1769 (Nr. 174, S. 319), in welchem Lessingan Garves Recension des Laokoon in der Mg. Deutschen Bibliothekanknüpsend, über den Inhalt der Fortsetzung des Laokoon Andeutungenmacht.

Aus diesen Resten geht hervor: erstens, daß, wie ohnehin bekannt,Lessing seinen Laokoon als aus drei Theilen bestehend geplant hatte.

Zweitens, daß die wesentlichen Gedanken dieses Planes schon indem Urentwurf (H. 1) enthalten sind.

Drittens, daß Lessing gewisse Hauptgedanken desselben wesentlichunverändert festhielt, so lange er überhaupt an eine Fortsetzung desLaokoon dachte (Brief an Nicolai, s. o.).

Auch iüber den Charakter dieses Plans belehrt uns der Nachlaß.Nachdem im ersten Theil ans den Mitteln der Darstellung dieAbgrenzung der Gebiete der Poesie und der Malereigegen einander hergeleitet ist, sollte der zweite den Inhalt dieserGebiete aus ihrer Bestimmung (Ideal der Körper" undIdealder Handlungen" H. 4 XXXIV) folgern, der dritteaus dem Unter-schiede der natürlichen und willkürlichen Zeichen" weitere Schlüsse aufdas in beiden Gebieten Darstellbare und für die Darstellung Ge-eignete, sowie auf die Gebiete der übrigen Künste ziehen.

Wenn nun ferner nicht nur von dem zweiten Theil eine nachVollendung des ersten (s. o.) niedergeschriebene Disposition (4), undvon dem dritten der Entwurf einer solchen (3, dritter Abschnitt) sichvorfinden, sondern auch Ausführungen wesentlicher Punkte beiderTheile (1019): so könnte man ans den Gedanken kommen, es müssesich aus den vorhandenen Fragmenten der wesentliche Inhalt jenerLeiden Theile, so wie sie Lessing geschrieben haben würde, construirenlassen. Und in der That ist dies sowohl von Karl Lessing als vonBlümner versucht worden. Aber bei näherer Betrachtung zeigt sich

>) Die Richtigstellung des Anfangsdatums ist das Verdienst Redlichs(Hempel XIX, S. 227, ff.). Auch H. 22 sB. v, 4s ist aus den Collectaneen(H. XIX, S. 409).