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2 (1854) Der Giaur. Die Braut von Abydos. Die Belagerung von Korinth. Parisina. Der Gefangene von Chillon. Mazeppa. Die Insel oder Christian und seine Gefährten. Beppo. Fragment des Vampyr
Entstehung
Seite
251
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Ja, von den Gräbern laßt uns Blumen ranben,

llnd feiern, Geister» gleich, in felgen Lauben;

Die Glieder strecken aus den.moosgen Pfühlen,llnd sind wir müde von dem Zeitvertreib,

Laßt salben uns mit duftgcni Oel den Leib,llnd Kränze winden froh und unverdrossenAus Blumen, die aus Hcldciiaschc sprossen.

Doch auf! cs kommt die Nacht, und Mua winkt,Horcht! wie die Cimbcl schon von Ferne zinkt,Nun wird auf Marly's Grün der FackcltanzIn irren Massen schütten seinen Glanz;

Auch wir sind gern dabei, wo das GelagIm Geist erneuert manchen frohen Tag,

Eh Fitschi noch die Kricgcsmuschcl blies,

Weh! er hat unsre Felder all verwüstet!

Vergessen ist die Lust, so ganz alleinZn wandern nur mit Lieb' und Mondcnschcin!

Doch sci's — wir lernten doch die Keule schwingen,llnd Pfcilcsrcgcn auf die Felder bringen;

Jetzt ernten sic dafür nun den Ertrag! —Durchschwärmt die Nacht, doch endet mit dem Lag!Spielt auf zum Tanz und füllt die Cavaschale,llnd trinkt sie aus — vielleicht zum letzten Male, --Im Sommerkleid laßt unsre Glieder prange»,

Vom Tappaschmuck sei unsre Brust umfangen,

Dem Frühling gleich laßt uns mit Blumen kränzen,In Hnnischnürcn unfern Nacken glänzen,

So wird recht grell vom lichten Schein umzogenDes dunklen Busens Auf- und Nicdcrwogcn.

Laßt tauchend dann uns in der Brandung kühlen,

Als er den ersten Feind im Kahn uns wies.Weh! ihm hat cs »ach Jugcndblut gelüstet!