Noten zur Braut von AbydoS.
Erster Gesang.
(3.) Von Mcdschmms Mähr und Sadi's Sang,
Med sch» u» und Lcila, des Orients Romeo und Julie.
Sadi, der bekannte persische Fabeldichter.
(5.) Er ist mehr Araber und Christ,
Der nur zum Kampfe schleicht mit List, —
Die Türken verabscheuen die Araber — die übrigens diese Artigkeit hun-dertfach crwicdern — mehr, als sic die Christen hassen.
s<>.) Geist und Musik, die athmet ihr Gesicht —
Dieser Ausdruck ist getadelt worden. Ich beziehe mich nicht auf die,„denen Musik nicht in der Seele wohnt," sondern fordere nur de» Leser ans,sich auf zehn Sccundcn die Gesichtszüge eines weiblichen Wesens, das er fürdas schönste hält, lebhaft zu vergegenwärtigen; und wenn er dann nicht voll-kommen begreift, was durch jene Worte nur schwach ausgcdrückt ist, so bcdaurcich uns Beide. Eine vortreffliche Stelle über die Analogie zwischen Malereiund Musik und eine unmittelbar durch diese Analogie herbcigcführte Vergleichungfindet sich in einem Werke (cke 1'LIlLma.xns, II. 3. Lax. 10 .) der erstenSchriftstellerin dieses und vielleicht aller Jahrhunderte. Und ist diese Verbin-dung nicht noch inniger beim Originale, als bei dcr Copic? Bei demFarbcn-spiclc der Natur, als dem der Kunst? Dies läßt sich überhaupt eher fühlen,als beschreibe». Gewiß, cs werden oder würden mich wenigstens Manche ver-stehen, wenn sie das Gesicht, dessen sprechende Harmonie diese Idee in mirerregte, gesehen hätten; den» nicht der Einbildungskraft ist diese Stelle ent-nommen, sondern der Erinnrung, diesem Spiegel, den der Schmerz zur Erdeschleudert, und auf seine Trümmer niedcrschaucnd, de» Wiedersehen« nur ver-vielfacht erblickt.
Burvn'ö Werke ll.
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